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CDU-Generalsekretär - Tauber will sich offenbar zurückziehen

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Peter Tauber will sich von seinem Amt als CDU-Generalsekretär zurückziehen, heißt es in Parteikreisen. Schon auf dem Parteitag am 26. Februar solle ein Nachfolger gewählt werden.

Peter Tauber (CDU)
Peter Tauber (CDU) Quelle: epa

CDU-Generalsekretär Peter Tauber will sich nach Informationen aus Parteikreisen von seinem Amt zurückziehen. Der 43-Jährige wolle seinen Rückzug bereits an diesem Montag in den CDU-Spitzengremien erklären und damit ermöglichen, dass schon auf dem Parteitag am 26. Februar ein Nachfolger gewählt werden könne, heißt es.

Mehr Spielraum für Merkel

Tauber werde dafür seine Reha unterbrechen, um dies selbst am Montag in den Parteigremien zu erklären, hieß es weiter. Es werde erwartet, dass CDU-Chefin Angela Merkel dann auch einen Nachfolger benennt. Tauber habe Merkel bereits vor der Bundestagswahl angekündigt, er wolle die Aufgabe des Generalsekretärs nach einer Regierungsbildung abgeben.

Mit dem angekündigten Rückzug bekommt Merkel mehr Spielraum für eine personelle Neuaufstellung. Sie hatte eine Liste der CDU-Minister noch vor dem Sonderparteitag versprochen. Parteiintern war nach dem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl der Ruf nach einer personellen Erneuerung in CDU und Regierung lauter geworden.

Tauber seit längerem in der Kritik

Tauber ist in der CDU seit längerem umstritten. Kritiker werfen ihm unter anderem Fehler im Wahlkampf vor. CDU-Politiker, die sich als besonders konservativ präsentieren, konnten sich zudem nie mit seinem Einsatz für ein Einwanderungsgesetz und für die Ehe für alle anfreunden. Einer seiner Hauptaufgaben als Generalsekretär war die Modernisierung der Kommunikationswege in der Partei mit einem sehr hohen Durchschnittsalter der Mitglieder.

Der hessische CDU-Politiker war von Merkel 2013 zum Generalsekretär ernannt und vom CDU-Bundesparteitag 2014 in dieses Amt gewählt worden. Der 43-jährige war zuletzt längere Zeit erkrankt gewesen und hatte an den Koalitionsverhandlungen mit der SPD nicht teilgenommen. Bereits bei den Sondierungen über ein Jamaika-Bündnis war er nur selten zu sehen. Tauber war seit Dezember 2013 Parteimanager, eigentlich ist er bis Dezember gewählt.

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