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Atomabkommen und Sanktionen - Iran und USA: Chronologie eines Konflikts

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Iran betreibt Stück für Stück den Ausstieg aus dem Internationalen Atomabkommen und reagiert damit nach eigenen Angaben auf die Politik der USA. Der Konflikt im Überblick:

Archiv: Ein iranischer Demonstrant verbrennt im Rahmen eines Protestes eine selbstgemalte Flagge der USA am 10.05.2019 in Teheran
Proteste gegen die USA in Teheran im Mai (Archivbild)
Quelle: dpa

Die Ankündigung des Irans, die Urananreicherung über den im Atomabkommen erlaubten Grad zu erhöhen, schürt Befürchtungen hinsichtlich einer weiteren Eskalation zwischen Teheran und Washington. Seit dem Amtsantritt Donald Trumps als US-Präsident haben sich die Spannungen zwischen dem Iran und den USA fortwährend erhöht. Ein Überblick:

21. Mai 2017: US-Präsident Trump ruft die internationale Gemeinschaft zur Isolation des Iran auf, "bis das iranische Regime bereit ist, ein Partner für den Frieden zu werden".

8. Mai 2018: Trump kündigt das internationale Atomabkommen mit dem Iran einseitig auf. Ländern, die weiter Öl aus dem Iran importieren, droht Trump mit Strafmaßnahmen.

7. August: Die US-Regierung setzt Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft. Unter anderem werden Gelder eingefroren und der Handel mit Rohstoffen verboten.

5. November: Die USA verhängen neue Sanktionen gegen den Iran. Laut US-Regierung handelt es sich um die bislang "härtesten" Strafmaßnahmen gegen Teheran.

8. April 2019: Washington erklärt die iranischen Revolutionsgarden zur Terrororganisation. Es ist das erste Mal, dass die USA eine ausländische staatliche Organisation als "terroristisch" einstufen. Als Reaktion erklärt Teheran die USA zum "staatlichen Förderer des Terrorismus".

8. Mai: Mit der Ankündigung, teilweise aus dem Atomabkommen auszusteigen, erhöht der Iran den Druck auf die verbliebenen Vertragsparteien. Teheran erklärt, nach Ablauf einer Frist von 60 Tagen am 7. Juli die vertraglich vereinbarte Höchstgrenze der Uran-Anreicherung zu überschreiten, sollte es keine Fortschritte beim Abfedern der US-Sanktionen geben.

12. Mai: Die USA beschuldigen Teheran, hinter Angriffen auf zwei saudische Öltanker vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate zu stecken. Trump verstärkt die US-Truppenpräsenz in der Golfregion massiv.

20. Juni: Die iranischen Revolutionsgarden schießen eine US-Drohne ab. Washington bestreitet die iranische Darstellung, wonach die Drohne in den iranischen Luftraum eingedrungen sein soll. Einen Vergeltungsschlag sagt Trump kurzfristig ab.

24. Juni: Die USA verhängen Sanktionen gegen Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei und kündigen Strafmaßnahmen gegen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif an.

5. Juli: Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) beruft auf Antrag der USA für den 10. Juli eine Dringlichkeitssitzung ein.

7. Juli 2019: Die vom Iran gesetzte 60-Tagesfrist zum Teilausstieg aus dem Atomabkommen läuft ab. Der Iran kündigt an, sich nicht mehr an das in dem Vertrag festgelegte Limit von 3,67 Prozent zur Urananreichung halten zu wollen. Das Land sei nach eigenen Angaben bereit, das radioaktive Material auf jedes Niveau und in jeder Menge anzureichern. Außerdem droht Teheran mit dem Stopp weiterer Verpflichtungen nach weiteren 60 Tagen.

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