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Anschlag in Barcelona - Polizei sucht nach Jugendlichem

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Noch immer ist der Todes-Fahrer von Barcelona auf der Flucht. Die spanische Polizei sucht jetzt nach einem 17- oder 18-jährigem Marokkaner, dessen Bruder inzwischen festgenommen worden ist. Die Papiere des Bruders waren in dem Lieferwagen gefunden worden. Insgesamt gab es bislang vier Festnahmen.

Bei dem Terroranschlag in Barcelona, bei dem ein LKW in eine Menschenmenge gerast ist, sind 14 Menschen ums Leben gekommen, mehr als hundert wurden verletzt, darunter auch 13 Deutsche. Der 17-jährige Attentäter ist noch flüchtig.

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Medien berichten, dass der Gesuchte möglicherweise die Papiere seines Bruders benutzt habe, um das Auto zu mieten. Der junge Mann ist nicht vorbestraft. Augenzeugen sprachen im spanischen Fernsehen von einem Einzeltäter, der Anfang 20 gewesen sein soll. Die spanische Zeitung "El Pais" berichtet, Gerüchte, wonach der festgenommene Bruder sich selbst gestellt habe, seien nicht bestätigt worden.

Fahrer noch auf der Flucht

Bei dem Anschlag in Barcelona mit 13 Toten sind am Donnerstagabend auch 13 Deutsche teils lebensgefährlich verletzt worden. Das teilte das Auswärtige Amt mit. Es wird auch nicht ausgeschlossen, dass unter den Toten deutsche Staatsangehörige sind. Barcelona gedachte der Opfer am Mittag mit einer Schweigeminute.

Bei dem Attentat in Barcelona war ein Kleintransporter ungebremst in die Fußgänger auf Barcelonas berühmter Flaniermeile Las Ramblas gefahren. In der Mitte der Einkaufsstraße befindet sich ein breiter Flanierbereich für Fußgänger. Dort raste der Transporter über eine Strecke von 600 Metern im Zickzack in Menschengruppen hinein.

Bislang hat die Polizei bereits vier Verdächtige im Zusammenhang mit der Tat festgenommen - darunter der marokkanische Bruder des gesuchten Jugendlichen und einen Mann aus der spanischen Enklave Melilla. Der Fahrer des Kleintransporters befindet sich aber offenbar immer noch auf der Flucht.

Wenige Stunden später verübten "mutmaßliche Terroristen" nach Angaben der Behörden einen ähnlichen Anschlag im rund hundert Kilometer südlich von Barcelona gelegenen Cambrils. Sie lenkten ihren Pkw gegen Mitternacht in eine Gruppe von Passanten. Sieben Menschen wurden verletzt, darunter auch ein Polizist. Eine Frau erlag am Freitag ihren schweren Verletzungen. Die Polizei erschoss die fünf Angreifer. Die Ermittler gehen davon aus, dass es einen Zusammenhang mit dem Anschlag in Barcelona gibt.

Nach Angaben des IS-Sprachrohrs Amak waren in der katalanischen Metropole mehrere Täter an dem Anschlag beteiligt. Sie seien "Soldaten des Islamischen Staates", meldete Amak unter Berufung auf nicht näher genannte Sicherheitsquellen. Sie hätten mit der Operation auf Aufrufe reagiert, die Staaten der "internationalen Koalition" anzugreifen. Die Echtheit der Nachricht ließ sich zunächst nicht verifizieren. ZDF-Terrorismusexperte Elmar Theveßen warnte davor, dieses Bekenntnis als Fakt zu nehmen.

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