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Anschlag in Spanien - Schweigeminute in Barcelona - 13 Deutsche verletzt

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Bei dem Anschlag in Barcelona sind auch 13 Deutsche teils lebensgefährlich verletzt worden. Das teilte das Auswärtige Amt mit. Es wird auch nicht ausgeschlossen, dass unter den 13 Todesopfern deutsche Staatsangehörige sind. Barcelona gedachte der Opfer am Mittag mit einer Schweigeminute.

Während die Menschen trauern, ermittelt die Polizei weiter mit Hochdruck. Ein dritter Verdächtiger ist heute festgenommen worden. Allerdings soll er nicht der Fahrer des Kleintransporters gewesen sein.

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Auf dem Plaça de Catalunya versammelten sich um 12 Uhr Tausende Bürger sowie König Felipe VI. und Ministerpräsident Mariano Rajoy sowie zahlreiche weitere Politiker und Behördenvertreter. Die Polizei hatte die Teilnehmer zuvor aufgefordert, zu Fuß zu dem Platz zu kommen und keinesfalls Rucksäcke oder große Taschen bei sich zu führen. Zudem wurden strenge Sicherheitskontrollen. Nach der Minute der Stille applaudierten die Menschen im Gedenken an die Opfer minutenlang. Viele riefen dabei immer wieder: "Wir haben keine Angst!"

Bereits drei Festnahmen - Fahrer aber weiter flüchtig

Nach dem Terroranschlag sind noch mehr als 100 Verletzte im Krankenhaus. Nach Einschätzung des spanischen Innenministeriums könnte auch die Zahl der Todesopfer weiter steigen.

Bei dem Attentat fuhrt am Donnerstag ein Kleintransporter ungebremst in die Fußgänger auf Barcelonas berühmter Flaniermeile Las Ramblas. In der Mitte der Einkaufsstraße befindet sich ein breiter Flanierbereich für Fußgänger. Dort raste der Transporter über eine Strecke von 600 Metern im Zickzack in Menschengruppen hinein.

Zwar hat die Polizei bereits drei Verdächtige im Zusammenhang mit der Tat festgenommen - darunter einen Marokkaner und einen Mann aus der spanischen Enklave Melilla. Der Fahrer des Kleintransporters befindet sich aber offenbar immer noch auf der Flucht.

Nach Angaben des IS-Sprachrohrs Amak waren mehrere Täter an dem Anschlag beteiligt. Sie seien "Soldaten des Islamischen Staates", meldete Amak unter Berufung auf nicht näher genannte Sicherheitsquellen. Sie hätten mit der Operation auf Aufrufe reagiert, die Staaten der "internationalen Koalition" anzugreifen. Die Echtheit der Nachricht ließ sich zunächst nicht verifizieren. ZDF-Terrorismusexperte Elmar Theveßen warnte davor, dieses Bekenntnis als Fakt zu nehmen. Augenzeugen sprachen im spanischen Fernsehen von einem Einzeltäter, der Anfang 20 gewesen sein soll.

Las Ramblas wieder geöffnet

Am Freitagmorgen wurde Las Ramblas wieder geöffnet. Einwohner und Touristen durften die Straße wieder betreten und konnten in ihre Hotels und Wohnungen zurück. Das Stadtzentrum wird immer noch schwer bewacht, nachdem die Polizei das Stadtzentrum am Donnerstag noch abgeriegelt hatte.

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