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Kleinlaster mit Gasflaschen - Terrorwarnung: Rockkonzert in Rotterdam abgesagt

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Keine Woche ist der Anschlag von Barcelona her, da gibt es in den Niederlanden eine Terrorwarnung. Ein Konzert der US-Band Allah-Las wird abgesagt, der Konzertsaal geräumt. Die spanische Polizei hatte konkrete Hinweise weitergegeben, nach denen ein Anschlag in Rotterdam geplant gewesen sein soll.

Nach dem Anschlag mit 13 Toten in Barcelona gehen die Ermittlungen auch auf internationaler Ebene weiter. Der mutmaßliche Täter wurde am Montag von der Polizei erschossen. Auch der als Kopf der Zelle vermutete Imam ist tot.

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Nach einer Terrorwarnung der spanischen Polizei ist am Mittwochabend in Rotterdam ein Rockkonzert abgesagt worden. In der Nähe des Veranstaltungsortes sei ein Kleinlaster mit verdächtigen Gasflaschen entdeckt worden, teilte Bürgermeister Ahmed Aboutaleb bei einer Pressekonferenz mit. Zuvor habe es eine konkrete Warnung der spanischen Polizei im Zusammenhang mit dem geplanten Konzert der US-amerikanischen Band Allah-Las gegeben.

Spanischer Fahrer festgenommen

Nach Angaben des Bürgermeisters hat der von der Polizei beschlagnahmte Kleinlaster spanische Kennzeichen. Der Fahrer, ein Spanier, sei festgenommen worden. Ob es tatsächlich einen Zusammenhang mit dem Konzert gibt oder der Wagen zufällig in der Nähe war, müsse sich noch zeigen, sagte Aboutaleb nach Angaben der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Er wolle keine voreiligen Schlüsse ziehen, vielleicht gehöre der Wagen auch einem Schlosser oder Schweißer. Eine Verbindung zu einer katalanischen Extremistenzelle wurde von den spanischen Ermittlern zunächst ausgeschlossen.

Wegen der Terrorwarnung riegelten Einsatzkräfte den Veranstaltungsort "Maassilo" ab, in dem die Rockband vor rund 1.000 Zuschauern auftreten sollte. Die Lage sei unter Kontrolle, hieß es in der Nacht zu diesem Donnerstag.

Die Musiker aus Kalifornien verließen den Ort unter Polizeischutz. Als die Absage bekanntgemacht wurde, waren laut ANP erst wenige Konzertbesucher vor Ort. Die Band war noch am Dienstag in Groningen aufgetreten, berichtete die Zeitung "De Telegraaf". Ihr Plattenlabel in einer E-Mail mit, dass es der Gruppe gut gehe. "Die Band ist unverletzt und der Polizei Rotterdams und anderen zuständigen Behörden sehr dankbar, dass die mögliche Bedrohung entdeckt wurde, bevor jemand verletzt wurde", hieß es in der Mitteilung.

Terrorwarnstufe nicht erhöht

Die 2008 gegründete Gruppe sei bereits mehrfach von Muslimen wegen des Namens Allah-Las angefeindet worden. Während Muslime dies als Affront gegen ihren Glauben betrachteten, habe die Band bereits mehrmals betont, den Namen wegen ihres "heiligen Klanges" gewählt zu haben. Der Name sei schlicht aus einem Wortspiel mit dem in der Musik häufigen "La-la-la" entstanden, hieß es beim "Telegraaf" weiter.

Die Terrorwarnstufe wurde in den Niederlanden zunächst nicht erhöht. Sie steht bereits auf der vierten von fünf Stufen. Nach dem Terroranschlag in Barcelona am 17. August mit einem Lieferwagen hatte die spanische Polizei in einem von einer mutmaßlichen Terrorzelle genutzten Haus 120 Gasflaschen und Sprengstoff gefunden.

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