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Thailands Ex-Regierungschefin - Haftstrafe für Yingluck Shinawatra

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Richterspruch in Abwesenheit der Angeklagten: Thailands Ex-Regierungschefin Yingluck Shinawatra ist zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Vorwurf: Vernachlässigung der Amtspflichten. Sie habe dem Land mit Subventionen für Reis Milliardenverluste zugefügt.

In Thailand hat die Militärregierung sechs Wochen nach dem Tod von König Bhumiboldie die Thronfolge eingeleitet. Sie lud dessen Sohn Vajiralongkorn nun offiziell ein, den Thron zu besteigen. Sobald der 64-Jährige die Einladung annimmt, ist er König Rama, …

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Das Oberste Gericht für politische Straftaten in Bangkok sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass sich die 50-Jährige in ihrer Amtszeit der Verschwendung von Steuergeldern und der Korruption schuldig gemacht hat. Yingluck war bei der Urteilsverkündung nicht dabei. Aus Furcht vor einer Haftstrafe hatte sie sich vor einem Monat ins Ausland abgesetzt.

Gericht bleibt unter der Höchststrafe

Der ehemaligen Regierungschefin wird zur Last gelegt, dem Staat mit Subventionen für den Reisanbau - Grundnahrungsmittel in Thailand - Verluste in Milliardenhöhe verursacht zu haben. Sie stritt dies im Prozess bis zuletzt immer wieder ab. Das Gericht kam jedoch zu der Auffassung, dass umgerechnet etwa 6,8 Milliarden Euro Schaden entstanden sei. Trotzdem blieb das Urteil deutlich unter der Höchststrafe von zehn Jahren Gefängnis.

In welchem Land sich die Politikerin heute aufhält, ist nicht bekannt. Vermutet wird, dass sie sich über Kambodscha und Singapur nach Dubai abgesetzt hat. Dort residiert auch ihr schwerreicher Bruder Thaksin - ebenfalls ein früherer Ministerpräsident - nach seiner Verurteilung wegen Amtsmissbrauchs im Jahr 2008.

Anhänger in ärmeren Schichten

Yingluck Shinawatra hat in Thailand immer noch eine große Anhängerschaft, vor allem in ärmeren Schichten der Bevölkerung. 2011 wurde sie als erste Frau zur Ministerpräsidentin gewählt. Im Mai 2014 setzte das Verfassungsgericht sie ab. Kurz darauf putschte sich das Militär an die Macht, das bis heute regiert.

Dass sie sich vor dem Urteil überhaupt absetzen konnte, nährte Spekulationen, dass sie mit der in Thailand herrschenden Militärregierung einen Deal geschlossen haben könnte. Eine Rückkehr in ihre Heimat gilt nach der Verurteilung als unwahrscheinlich.

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