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Konzern wird umgebaut - Thyssenkrupp besiegelt Stahlfusion mit Tata

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Es ist das Ende einer Ära für die Stahlkocher: Der Aufsichtsrat von Thyssenkrupp hat der Fusion mit Tata zugestimmt. Nun soll Europas zweitgrößter Stahlkonzern entstehen.

thyssenkrupp und Tata Steel
Nach sieben Jahren im Amt hat Konzernchef Hiesinger mit der Stahlfusion mit Tata ein wichtiges Etappenziel beim Konzernumbau erreicht.
Quelle: dpa

Nach mehr als zweijährigen Verhandlungen hat der Aufsichtsrat des Essener Thyssenkrupp-Konzerns grünes Licht für die geplante Stahlfusion mit Tata gegeben. Die Unterzeichnung der bindenden Verträge sei in Kürze zu erwarten, teilte das Unternehmen am Abend mit.

Damit verabschiedet sich der größte deutsche Stahlkonzern weitgehend von dem stark schwankungsanfälligen Geschäft und gibt den Startschuss für einen weiteren Konzernumbau. Die Stahlfusion sei ein wichtiger Meilenstein für Thyssenkrupp auf dem Weg zu einem Industrie- und Dienstleistungskonzern, hieß es.

Europas zweitgrößter Stahlkonzern soll entstehen

An dem neuen Stahl-Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in den Niederlanden wird Thyssenkrupp nur noch eine Beteiligung von 50 Prozent halten. Entstehen soll Europas zweitgrößter Stahlkonzern mit rund 48.000 Mitarbeitern und Werken in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden. Erwartet werden jährlich wiederkehrende Synergien in Höhe von 400 bis 500 Millionen Euro.

Die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" und die "Welt am Sonntag" zitierten aus einem Schreiben von Thyssenkrupp-Steel-Europe-Chef Andreas Goss an die Mitarbeiter. "Das ist eine gute Nachricht für den Stahl und wegweisend für unsere Zukunft", so der Manager. "Mit diesem Zusammenschluss sind wir besser aufgestellt - durch einen besseren Zugang zu Kunden und Regionen. Wir optimieren unser Produktangebot, können unsere Anlagen besser auslasten und profitieren von der Bündelung unserer Forschungskompetenzen."

Beschäftigungsgarantien für deutsche Stahlkocher

Nach zunächst heftigen Protesten hatten schließlich auch die Arbeitnehmervertreter Zustimmung zu dem Vorhaben signalisiert. Die deutschen Stahlkocher hatten zuvor Beschäftigungsgarantie bis zum 30. September 2026 sowie eine langfristige Standortsicherung erhalten. Geplant ist aber auch der Abbau von bis zu 4.000 Stellen, davon etwa die Hälfte in Deutschland.

Zuletzt hatten Bewertungsfragen im Mittelpunkt der komplizierten Gespräche gestanden. Im Fall eines Börsengangs soll Thyssenkrupp nun einen höheren Anteil von 55 Prozent an dem Erlös erhalten, Tata 45 Prozent.

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