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Großdemo gegen geplante Fusion - Stahlkocher wehren sich: "Kein ThyTata"

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2.000 Arbeitsplätze sollen durch den Zusammenschluss der Stahlgiganten ThyssenKrupp und Tata Steel in Deutschland wegfallen. Bei einer Großdemonstration heute in Bochum protestieren deshalb Tausende Beschäftigte gegen die Fusionspläne. Sie fordern: "Finger weg vom Stahl."

ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger verteidigt im Gespräch mit dem ZDF das geplante Zusammengehen mit dem Konkurrenten Tata. Langfristig, so Hiesinger, werde man so eher Arbeitsplätze in der deutschen Stahlbranche sichern können.

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Die Stahlkocher demonstrierten mit Transparenten wie "Kein ThyTata. Keine Schließung" und einer Kundgebung für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Das Bochumer Werk von ThyssenKrupp gilt als eines, das durch die geplante Fusion der Stahlsparte mit dem Konkurrenten Tata Steel gefährdet sein könnte.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles warnte das Management vor Schnellschüssen auf Kosten der Mitarbeiter. "Einen Zusammenschluss um jeden Preis darf es nicht geben", forderte die SPD-Politikerin. Die Karten müssten auf den Tisch. Sie verlange eine Standortgarantie. Nahles kritisierte zudem Pläne, den Firmensitz des fusionierten Stahlriesen in die Niederlande zu verlegen.

Produktion zum Erliegen gebracht

Vor der Großdemo brachten die Beschäftigten des größten deutschen Stahlkonzerns die Produktion weitgehend zum Erliegen. Die Anlagen seien mit Beginn der Frühschicht heruntergefahren worden, sagte ein Sprecher des Betriebsrats. Im Werk sorge lediglich eine Notbesetzung dafür, dass es zu keinen Schäden komme. Erst am Nachmittag werde dann voraussichtlich der normale Betrieb wieder aufgenommen.

ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger hatte am Mittwoch eine Absichtserklärung mit Tata für einen Zusammenschluss unterzeichnet. Bis zu 4.000 Jobs sollen dabei wegfallen, je 2.000 bei Thyssen und bei Tata. IG Metall und Betriebsräte befürchten, dass mehr Arbeitsplätze gestrichen würden und ganze Standorte geschlossen werden. "Die Stimmung ist erwartungsvoll, aber auch sehr gereizt", sagte der Chef der IG Metall Duisburg-Dinslaken, Dieter Liske. Hiesinger müsse jetzt für Klarheit sorgen.

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