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Tierfutter-Ersatz für Soja - Wiesenhof will Insektenmehl verfüttern

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Nutztiere bekommen häufig Soja als Futter. Doch der Eiweißlieferant ist wegen seiner Öko-Bilanz umstritten. Der Geflügelhersteller Wiesenhof sieht Insektenmehl als Alternative.

Gebäude des Geflügelproduzenten Wiesenhof in Lohne. Archivbild
Geflügelproduzent Wiesenhof in Lohne. Archivbild
Quelle: Friso Gentsch/dpa

Der Geflügelfleisch-Marktführer Wiesenhof will Insektenmehl an seine Tiere verfüttern und so den Sojaanteil senken. "Unser Ziel ist es, künftig auf den Zusatz von Soja in unserem Geflügelfutter so weit wie möglich zu verzichten", sagte der Chef des Wiesenhof-Mutterkonzerns PHW, Peter Wesjohann.

Wann genau Soja im Geflügelfutter durch Proteine aus Insekten ersetzt werden könne, sei aber noch unklar. Der Anbau von Soja ist vor dem Hintergrund großflächiger Rodungen im Regenwald Südamerikas in die Kritik geraten.

Zulassung von Insektenmehl beantragt

Bisher ist die Nutzung von Insektenmehl im Tierfutter wegen EU-Vorgaben aus der Zeit der BSE-Krise um die Jahrtausendwende untersagt. Über seinen kanadischen Partner Enterra beantragte PHW daher bei der EU-Kommission eine Zulassung von Insektenmehlen in Geflügel- und Schweinefutter.

Als alternative Energiequelle soll die Soldatenfliege herhalten: Deren Larven zieht das Unternehmen Enterra auf Nahrungsabfällen auf. Die Insekten wandeln die Nährstoffe des Abfalls in Eiweiß und Fett um und werden dann gemahlen.

"Aus zwei Kilogramm Lebensmittelabfall können wir ein Kilogramm Insektenmehl gewinnen", sagte PHW-Chef Wesjohann der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Alleine die PHW-Gruppe verfüttert derzeit pro Jahr 240.000 Tonnen Sojaschrot an Hähnchen.

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