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Günstig online shoppen - Sieben Tipps für Schnäppchenjäger

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Schnäppchenpreise gibt es nicht nur am Black Friday. Mit Hilfe von Vergleichsportalen, Preis-Trackern und Gutscheinen kann man beim Online-Shopping auch sonst viel Geld sparen.

Überall wird in diesen Tagen mit ihm geworben: dem "Black Friday". Aber sind die Angebote an diesem Freitag wirklich so günstig wie an keinem anderen Tag des Jahres?

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Wie helfen Vergleichsportale bei der Schnäppchenjagd?

Online-Preisvergleich
Online-Preisvergleichsportale
Quelle: imago/Jochen Tack

Impulskäufe sind immer eine schlechte Idee. Besser ist es, den Preis eines vorgeblichen Schnäppchens vor dem Kauf mit den Preisen in anderen Läden zu vergleichen. Denn wie tief der Kunde in die Tasche greifen muss, wird im Online-Handel oft von Algorithmen festgelegt. Sie beobachten die Preise der Konkurrenz und sorgen dafür, dass deren Sonderpreise im eigenen Shop eventuell noch einmal unterboten werden.

Preisvergleichsportale wie Idealo, Geizhals oder Billiger.de geben einen Überblick, wo ein Produkt gerade günstig angeboten wird. Dabei sollte man die Versandkosten nicht aus den Augen lassen. Bei vielen Vergleichsportalen kann man die Ergebnisse nach Preis plus Versandkosten sortieren. Wichtig ist zudem die Zahlungsart. Verbraucherschützer raten von Vorkasse ab. Die meisten Portale zeigen an, bei welchem Händler wie bezahlt werden kann.

Wie funktionieren Preis-Tracker?

Einkauf bei Amazon mit Tablet
Preis-Tracker informieren darüber, wann das Produkt zum Wunschpreis zu haben ist.
Quelle: dpa

Im Online-Handel ändern sich die Preise oft mehrmals täglich. Deshalb kann es sich für Schnäppchenjäger lohnen, die Preise eines Produkts über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Preis-Tracker helfen dabei. Der Kunde legt einen Wunschpreis fest, und der Dienst informiert ihn, wenn dieser Preis erreicht wurde. Viele Preisvergleichsdienste bieten diesen Service auf ihren Webseiten und in ihren Apps an. Daneben gibt es Portale und Apps, die die Preisentwicklung speziell bei Amazon beobachten – so etwa die App "Preis-Tracker für Amazon" oder das Webportal Camelcamelcamel.com. Anhand der Preisentwicklung kann man erkennen, ob das aktuelle Angebot tatsächlich günstig ist oder doch schon einmal billiger war.

Woran erkennt man Rabattfallen?

Um die Werbewirkung von Rabatten zu verstärken, geben Online-Händler als Basispreis oft die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers an. Diese liegt meist deutlich über den üblichen Preisen, sodass Rabattangaben, die sich auf die UVP beziehen, wenig aussagekräftig sind. Preisvergleichsportale helfen, solche Rabattfallen zu enttarnen.

Lohnen sich Gutscheine und Rabattcodes?

Gutscheine und Rabattcodes dienen der Kundenbindung. Sie lohnen sich, wenn der Rabatt tatsächlich zu einem Preis führt, der unter dem der Konkurrenz liegt. Preisvergleiche sollten also trotzdem durchgeführt werden. Besitzt man keinen eigenen Rabattcode, lohnt sich die Suche im Netz.

Über einer Klamottenstange sind Vergünstigungen ausgewiesen.
Falsche Gutscheine locken oft auf manipulierte Webseiten.
Quelle: imago

Portale wie Mydealz oder Gutscheine.de veröffentlichen aktuelle Codes, die jeder Schnäppchenjäger nutzen kann. Man sollte prüfen, ob der Gutschein an Bedingungen wie einen Mindestbestellwert geknüpft ist. Vorsicht bei Gutscheinen aus dubiosen Quellen! Mit falschen Gutscheinen, die bei Facebook, Twitter oder per Spam-Mail verbreitet werden, locken Betrüger ihre Opfer auf manipulierte Webseiten, um sie dort abzuzocken.

Billiger shoppen mit Wish?

Online einkaufen wish
Die Shopping-App "Wish" lockt mit Tiefpreisen.
Quelle: ZDF

Die Shopping-App "Wish" ist weltweit auf dem Vormarsch. Rund 300 Millionen Nutzer haben sie bereits installiert. Auch hierzulande setzen immer mehr Online-Shopper auf die krassen Tiefpreise, mit denen "Wish" die Kunden lockt. Was viele Nutzer nicht wissen: Wish verkauft nicht selbst, sondern fungiert nur als Vermittler. "Die eigentlichen Verkäufer sitzen häufig in China", sagt die Verbraucherzentrale NRW. Reklamationen seien deshalb schwierig. Kommen die Verkäufer nicht aus der EU, können zudem Steuern und Versand- sowie Zollgebühren den Gesamtbestellwert in die Höhe treiben. Zudem gebe es immer wieder Probleme nach dem Kauf, sagen Verbraucherschützer. Bemängelt würden Waren von schlechter Qualität sowie lange Lieferzeiten und nicht erhaltene Produkte.

Woran erkennt man Fake-Shops?

Betrügerische Online-Shops locken immer mit Tiefstpreisen. Extrem niedrige Preise seien bei einem unbekannten Shop deshalb ein Alarmsignal, warnen Verbraucherschützer. Weitere Indizien für einen Fake-Shop sind: Die Internetverbindung ist nicht verschlüsselt – erkennbar am "http" statt "https" in der Webadresse. Gütesiegel sind nicht mit der Stelle verlinkt, die das Siegel vergibt. Ein Impressum fehlt oder ist unvollständig. Ansprechpartner werden nicht genannt. Portale wie Watchlist Internet informieren regelmäßig über neue Fake-Shops.

Lohnt sich der Black Friday?

Beworben wird der Black Friday als großer Tag für Schnäppchenjäger. "Aber wirklich große Rabatte sind an diesem Tag oft nur schwer zu finden", sagen die Kollegen von "WISO". Eine WISO-Preisanalyse rund um den Black Friday 2017 hat ergeben: "Tendenziell spart der Kunde am Black Friday nicht mehr oder weniger als an einem durchschnittlichen anderen Tag des Jahres."

Man müsse Glück haben, dass genau das Produkt, das man sucht, gerade am Black Friday rabattiert sei, so Clemens Vest von der Preisagentur Preishoheit.de, die die Analyse im Auftrag von "WISO" durchgeführt hat. Zudem sei nicht jedes rabattierte Produkt auch ein gutes Angebot. Preisvergleiche sind also auch und gerade am Black Friday sinnvoll.

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