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Tod künstlich hinausgezögert - BGH urteilt über Ärztehaftung

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Ein dementer Mann liegt die letzten Jahre bewegungsunfähig im Bett. Sein Sohn meint: Der Arzt hat ihn sinnlos leiden lassen - und soll dafür geradestehen.

Bundesgerichtshof in Karlsruhe.
Bundesgerichtshof in Karlsruhe.
Quelle: Uli Deck/dpa

Der Bundesgerichtshof beantwortet heute die schwierige Frage, ob Ärzte für künstlich verlängertes Leiden am Lebensende finanziell geradestehen müssen. Geklagt hat ein Mann, dessen schwer demenzkranker Vater bis zum Tod jahrelang über eine Magensonde ernährt wurde.

Der Sohn hält das für einen Fehler des behandelnden Hausarztes - sein Vater habe sinnlos leiden müssen. Als Alleinerbe will er von dem Arzt Schmerzensgeld und Ersatz der Behandlungs- und Pflegekosten, mehr als 150.000 Euro.

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