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Tödlicher SUV-Unfall in Berlin - Technischer Defekt nicht Ursache

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Der Tod von vier Fußgängern beim SUV-Unfall in Berlin ist für viele nicht zu begreifen. Die Staatsanwaltschaft sucht weiter nach der Ursache.

Blumen und Kerzen liegen am Ort des Unfalls.
Blumen und Kerzen liegen am Ort des Unfalls.
Quelle: Paul Zinken/dpa

Nach dem SUV-Unfall mit vier Toten in Berlin hat die Staatsanwaltschaft technische Probleme des Sportgeländewagens ausgeschlossen. "Es gibt keine Hinweise auf einen technischen Defekt", sagte der Sprecher Martin Steltner der Deutschen Presse-Agentur.

Der Anwalt des 42 Jahre alten Unfallfahrers habe in einem Schreiben an die Staatsanwaltschaft auf eine "akute gesundheitliche Notlage" hingewiesen. Die Beifahrerin des Mannes hatte direkt nach dem Unfall von einem epileptischen Anfall gesprochen.

Waren gesundheitliche Probleme vorhersehbar?

Der Justizsprecher erläuterte, die Frage sei, ob gesundheitliche Probleme oder eine Grunderkrankung vorhersehbar gewesen seien. Dann wäre der Unfall von strafrechtlicher Relevanz. "Wenn vorhersehbar ist, dass jemand beispielsweise Krampfanfälle bekommt, sollte er nicht Auto fahren." Zugleich betonte er aber: "Das kann jedem passieren." Gegen den Fahrer wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Am 6. September war sein Auto an einer Kreuzung in der Berliner Innenstadt über die Gegenfahrbahn hinweg von der Straße abgekommen. Der SUV rammte eine Ampel, überfuhr vier Menschen auf dem Gehweg und durchbrach einen Bauzaun. Unter den vier Todesopfern war auch ein dreijähriger Junge.

Neue Erkenntnisse erhofften sich Polizei und Staatsanwaltschaft jetzt aus sichergestellten Beweismitteln aus der Wohnung des Fahrers, der sich bislang nicht selbst äußerte. Die Wohnung war am Freitag durchsucht worden.

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