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Keine Entwarnung in Louisiana - Tornadogefahr und Überschwemmungen nach "Barry"

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Der befürchtete Hurrikan blieb aus, nun drohen sintflutartiger Regen und Tornados: Obwohl "Barry" nur als Tropensturm über Louisiana hinwegzog, ist die Gefahr noch nicht gebannt.

Überschwemmte Straße in Mandeville
Überschwemmte Straße in Mandeville
Quelle: Reuters

Experten warnen vor den heftigen Auswirkungen des Sturms in den kommenden Tagen. "Wir sind in keiner Weise über den Berg", sagte New Orleans' Bürgermeisterin LaToya Cantrell. Am Sonntag könne es immer noch zu Sturzfluten kommen. Neben Louisiana sind nun auch die Bundesstaaten Mississippi und Tennessee bedroht.

ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen berichtet aus dem teilweise überschwemmten Baton Rouge, etwa eineinhalb Autostunden von New Orleans entfernt, wo man sich bereits auf das Äußerste eingestellt hatte. "Das Wasser des Mississippi schwappt schon fast in das Casino von Baton Rouge." Der Pegel habe schon fast die Landungsbrücken erreicht." Wenn das Ganze noch ein paar Zentimeter weiter steigt, könnte die Innenstadt von Baton Rouge überflutet werden", so Theveßen weiter.

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Tausende Menschen verließen ihre Häuser

Mit Windgeschwindigkeiten knapp unter Hurrikanstärke war "Barry" am Samstag nahe der kleinen Hafenstadt Intracoastal City auf Land getroffen. Auf dem Weg zur Küste hatte er mit Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern kurzzeitig Hurrikanstärke angenommen, sich dann aber auf dem Weg Richtung Norden immer weiter abgeschwächt. Am frühen Sonntagmorgen lag seine Windgeschwindigkeit nur noch bei 75 Kilometer pro Stunde.

Schon seit Tagen hatten sich Behörden und Bewohner auf die Ankunft von "Barry" vorbereitet: Tausende Menschen verließen ihre Häuser, um sich in Sicherheit zu bringen, der Flughafen von New Orleans stellte für Samstag praktisch den Betrieb ein, tausende freiwillige Helfer und Rettungskräfte sowie die Nationalgarde bereiteten sich auf ihren Einsatz vor. In Baton Rouge dann am Sonntag: Tornadowarnung.

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Zehntausende Bewohner zeitweise ohne Strom

Zunächst fiel der Durchzug des Sturms jedoch glimpflicher aus als erwartet: Zwar fiel bei zehntausenden Bewohnern der Strom aus, doch die befürchteten flächendeckenden Überschwemmungen blieben aus. Befürchtungen, dass die Deiche in New Orleans überflutet werden könnten, bewahrheiteten sich ebenfalls nicht.

Meteorologen erwarteten für die kommenden Tage jedoch große Regenmengen und Überschwemmungen in der Region. Der Leiter des US-Hurrikan-Zentrums, Ken Graham, sagte, "Barry" führe "außerordentliche Mengen Feuchtigkeit" mit sich, die Starkregen bis in den Norden der USA bringen könnten. Laut Wetterdienst dürfte ein Großteil des Regens erst nach Durchzug von "Barry" fallen. Er warnte vor "lebensbedrohlichem Hochwasser" im Nachbarstaat Mississippi sowie in Tennessee.

Trump ruft zur Wachsamkeit auf

US-Präsident Donald Trump rief die Bewohner von Louisiana und der Golfküste zur Wachsamkeit auf. Auf Bitten des Gouverneurs von Louisiana, John Bel Edwards, hatte Trump bereits am Freitag den nationalen Notstand für den Bundesstaat erklärt, um rasche Bundeshilfen zu ermöglichen.

Im August 2005 hatte der verheerende Hurrikan "Katrina" rund 80 Prozent von New Orleans überflutet - vor allem, weil das damalige Deichsystem versagte. Etwa 1.800 Menschen starben damals, hunderttausende mussten ihre Wohnungen verlassen. Seitdem hat die Stadt ihr Deich- und Pumpensystem erheblich ausgebaut, doch ist das Trauma bis heute nicht überwunden.

Schäden in Milliardenhöhe sowie dreizehn Tote gab es auch 2016 in einem Vorort von Baton Rouge, der sich ziwschen dem Mississipi River und dem Committee River befindet. "Wenn die über die Ufer treten, haben die Bewohner dort fast keine Chance", so ZDF-Korrespondent Theveßen.

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