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Bamako in Mali - Tote bei Angriff auf Hotelanlage

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Terroristen haben eine Hotelanlage in Bamako angegriffen. Das Hotel in Malis Hauptstadt ist unter anderem bei im Land lebenden Ausländern beliebt und wird an Wochenenden gut besucht. Mindestens zwei Gäste wurden getötet.

Bei einem Angriff mutmaßlicher islamistischer Extremisten auf ein Resort in der malischen Hauptstadt Bamako sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Einsatzkräfte hätten drei von vier Angreifern getötet, zudem seien zwei weitere Menschen gestorben, teilte die Polizei in der Nacht zum Montag mit. Der Chef der Nationalpolizei, Moussa Ag Infahi, sagte, der vierte Angreifer sei geflohen. Anderen Berichten zufolge soll auch dieser ums Leben gekommen sein. Dies ist aber von offizieller Seite noch nicht bestätigt. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

Die Behörden hatten zuvor gemeldet, dass mehrere Menschen von den mutmaßlichen Angreifern als Geiseln in der Hotelanlage gehalten worden seien. Mehr als 30 Menschen hätten fliehen können. Ein Mitarbeiter des Sicherheitspersonals des Resorts sagte, ein Angreifer sei am Sonntag gegen 15.40 Uhr mit einem Motorrad auf das Gelände der Luxusanlage gefahren und habe "Allahu Akbar", arabisch für "Gott ist groß", gerufen. Danach sei er zum Poolbereich gerannt.

UN- und EU-Mitarbeiter im Hotel

Anschließend habe ein Auto mit drei weiteren mutmaßlichen Dschihadisten das Resort erreicht, so der Security-Mitarbeiter Mahamadou Doumbia. Ein französischer Soldat habe daraufhin einen der Angreifer angeschossen und verletzt.

Der malische Sicherheitsminister bestätigte in einer Stellungnahme, dass zur Zeit des Angriffs Menschen in dem Hotel gewesen seien, die für die französische Militärmission im Land arbeiteten. Auch UN-Mitarbeiter und Vertreter der Europäischen Union hätten sich dort aufgehalten. Zu den Toten zähle eine Person mit französischer und gabunischer Staatsbürgerschaft.

Der französische Präsident Emmanuel Macron wurde aus der Ferne in Paris über den Angriff auf dem Laufenden gehalten. Er sei informiert worden und verfolge die Geschehnisse, teilte ein Mitarbeiter aus Macrons Büro am Sonntagabend mit. In der malischen Hauptstadt sind keine französischen Truppen stationiert - im Norden des Landes sind jedoch 2.000 Soldaten im Einsatz, um gegen islamistische Extremisten zu kämpfen. Vor rund einer Woche hatte das US-Außenministerium vor möglichen Angriffen auf Einrichtungen und andere Orte in Bamako gewarnt, die von westlichen Bürgern besucht werden.

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