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Jacksonville in Florida - Schüsse bei Videospiel-Turnier: Drei Tote

Datum:

Bei einem Videospiel-Turnier in Florida eröffnet ein bewaffneter Angreifer das Feuer und tötet zwei Menschen. Anschließend richtet er sich selbst.

Polizei am einsatzort in Jacksonville (USA) am 26.08.2018
Schießerei bei Game-Turnier: Polizei in Jacksonville
Quelle: ap

Bei einem Videospiel-Wettbewerb in Jacksonville im US-Bundesstaat Florida hat ein Teilnehmer zwei Menschen erschossen und elf weitere verletzt. "Es gab drei Tote vor Ort, einer davon ist der Verdächtige, der sich selbst das Leben nahm", sagte Sheriff Mike Williams bei einer Pressekonferenz. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 24-Jährigen aus Baltimore. Er habe an dem Videospiel-Wettbewerb teilgenommen und bei seiner Tat "mindestens eine Handfeuerwaffe" benutzt, sagte Williams.

Die Schüsse fielen in einem Pizza-Restaurant in dem Einkaufs- und Vergnügungskomplex Jacksonville Landing, in dem der Wettbewerb stattfand. Die Zeitung "LA Times" meldete unter Berufung auf einen Teilnehmer, der Schütze habe bei dem Turnier verloren. Ausgetragen wurde das Madden 19 American Football Turnier. Es ist das offizielle Videospiel der National Football League - der Profiliga des American Football - und äußerst beliebt in den USA. Der Videospieleentwickler Electronic Arts listet den Verdächtigen als einen der Turniersieger im Jahr 2017.

Weiträumig abgesperrt

Tatort in Jacksonville.
Tatort in Jacksonville.
Quelle: Laura Heald/FR171626 AP/dpa

Teilnehmer Marquis Williams und seine Freundin Taylor Poindexter gaben in der Pizzeria ihre Bestellung auf, als sie den ersten Schuss hörten. "Erst dachten wir, ein Ballon sei geplatzt, aber es gab gar keine Ballons im Raum", sagte Williams. "Dann hörten wir wieder Schüsse und hauten ab. Beim ersten Schuss hatte sich jeder noch umgedreht und geschaut. Nach dem zweiten, dritten und vierten Schuss haute jeder ab und rannte zu den Ausgängen."

Die Polizei rief Bürger zunächst auf, sich aus der Gegend fern zu halten. "Wir bitten Sie, ruhig zu sein und zu bleiben, wo sie sich verborgen halten", twitterte das Sheriffbüro. Spezialeinsatzteams durchsuchten das Gebäude systematisch. Die Polizei sperrte die Gegend weiträumig ab. Auf dem nahe gelegenen Fluss patrouillierten Boote der Küstenwache. Auf einer Brücke bezogen Polizisten Stellung. Viele Krankenwagen waren zu sehen.

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"Das Leben kann in einer Sekunde vorbei sein"

Ermittler prüfen Online-Videomaterial, das offenbar die Szenerie kurz vor den Schüssen einfange, teilte Sheriff Williams mit. In einer Aufnahme ist auf der Brust eines Spielers ein roter Punkt zu sehen, der von einem Laserpointer zu stammen scheint. Sekunden später fallen die ersten von mindestens zwölf Schüssen.

An dem Turnier nahmen professionelle Mannschaften teil. Einer der Spieler, Drini Gjoka, erklärte auf Twitter, er werde "nie wieder irgendetwas für selbstverständlich halten. Das Leben kann in einer Sekunde vorbei sein". Das in Deutschland ansässige SK Gaming bestätigte, dass sein Spieler "JoelCP_" in Sicherheit sei. "Unsere Gedanken sind bei allen, die Teil eines solch schrecklichen Vorfalls werden mussten", so SK Gaming.

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Der Senator von Florida, Marco Rubio, teilte mit, die US-Bundespolizei FBI habe die Ermittlungen übernommen. Floridas Gouverneur Rick Scott erklärte, er habe nach dem Vorfall Unterstützung durch den Bundesstaat angeboten. Präsident Donald Trump habe zudem "jegliche nötigen Bundesmittel" angeboten. Florida war erst im Februar Schauplatz eines Schulmassakers: An der Marjory Stoneman Douglas High School waren am 14. Februar 17 Menschen erschossen worden. In der Folge entzündete sich einmal mehr eine hitzige Debatte über laxe Waffengesetze in den USA.

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