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Staatsanwaltschaft ermittelt - Vier Tote bei Geiselnahme in Lüttich

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Tödliche Schüsse auf Polizisten erschüttern Belgien. Der Angreifer in Lüttich wurde später getötet, die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt.

In der belgischen Stadt Lüttich hat ein Mann drei Menschen erschossen, darunter zwei Polizisten. Der Angreifer wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.

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Ein 35-jähriger Mann hat nach offiziellen Angaben am Dienstag im belgischen Lüttich zwei Polizisten und eine Frau erschossen, bevor er selbst von Sicherheitskräften getötet wurde. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen, wie ein Sprecher der Behörde der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Es gebe Elemente, die auf eine terroristische Tat schließen ließen. Informationen zu Täter und Motiv nannte der Sprecher aber noch nicht.

Karte von Belgien mit Brüssel und Lüttich, angrenzend Deutschland mit Köln
Die Tat ereignete sich mitten in der Lütticher Innenstadt. Quelle: ZDF

Gegen 10.30 Uhr waren in der Innenstadt von Lüttich Schüsse gefallen. Der Schütze sei anschließend geflohen und habe in einer Schule eine Putzfrau als Geisel genommen, hieß es in Berichten. Eine Spezialeinheit habe den Mann nach kurzer Zeit niedergeschossen. Dabei wurden auch zwei weitere Polizisten verletzt. Die Schüler eines Lütticher Gymnasiums wurden in Sicherheit gebracht, erklärte der Bürgermeister von Lüttich, Willy Demeyer. Sie werden jetzt psychologisch betreut. Die Schule bleibt morgen geschlossen.

Genauer Ablauf der Schießerei noch unklar

Der genaue Ablauf der Schießerei war zunächst unklar, wie Regierungschef Charles Michel dem Sender RTL sagte. Der mutmaßliche Attentäter soll zwei Polizisten von hinten mit einem Messer angegriffen, sich der Waffe einer Polizistin bemächtigt und beide erschossen haben: Das sagte die belgische Generalstaatsanwaltschaft dem ZDF. Es hanlde sich um Benjamin H., 35 Jahre alt, aus Rochefort in Belgien.

Der belgische Innenminister Jan Jambon schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter, das nationale Krisenzentrum prüfe die Situation. Das Krisenzentrum erklärte, die Terror-Warnstufe im Land bleibe auf der zweitniedrigsten Stufe. "Im Moment ändert sich nichts", sagte ein Sprecher laut Belga.

Der Mann soll auf Hafturlaub aus dem Gefängnis gewesen sein, twitterte ZDF-Korrespondentin Anne Gellinek. Wegen kleinerer Delikte wie Raub sei er polizeibekannt. Eine Radikalisierung sei bisher aber nicht bekannt.

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Belgien immer wieder Ziel von Terror-Attacken

Belgien war in der Vergangenheit das Ziel mehrerer terroristischer Attacken. Bei der schwersten davon töteten islamistische Extremisten in Brüssel am 22. März 2016 in der Metro sowie am Flughafen 32 Menschen. Die Terrorwarnstufe wurde erst vor einiger Zeit wieder auf Stufe zwei herabgesetzt, ein Anschlag gilt demnach als "wenig wahrscheinlich". Behörden, Medien und Bürger sind jedoch nach wie vor sensibilisiert. Die höchste Terrorstufe liegt bei vier.

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