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Raganello-Schlucht in Kalabrien - Mindestens zehn Tote bei Sturzflut in Italien

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In der Raganello-Schlucht in Italien schwillt der Fluss plötzlich an: Das Hochwasser überrascht viele Ausflügler. Mindestens zehn Menschen sterben, mehrere werden noch vermisst.

Raganello-Schlucht in Süditalien: Rettungskräfte im Einsatz
Raganello-Schlucht in Süditalien: Rettungskräfte im Einsatz Quelle: dpa

Bei einem plötzlichen Hochwasser in einer Schlucht in Süditalien sind mindestens zehn Ausflügler ums Leben gekommen. Unter den Toten seien vier Frauen und vier Männer, sagte eine Sprecherin des Zivilschutzes. Über zwei weitere Tote, die am späten Montagabend gefunden wurden, lagen zunächst keine weiteren Angaben vor. Sechs Menschen seien verletzt, darunter ein Kind, das wegen Unterkühlung ins Krankenhaus geflogen worden sei. Insgesamt wurden 23 Menschen gerettet, wie die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Präfektur berichtete. Mindestens drei Menschen wurden demnach noch vermisst.

Das Unglück ereignete sich in der Raganello-Schlucht nahe der Berggemeinde Civita in der Region Kalabrien. Starker Regen hatte den Fluss in der Schlucht anschwellen lassen, berichteten italienische Medien. Die Ausflügler seien von dem Hochwasser überrascht und einige von ihnen mitgerissen worden.

Canyon frei zugänglich

Raganello-Schlucht in Italien (Archivbild)
Die Raganello-Schlucht mit ihren spektakulären Felsformationen ist bei Touristen beliebt. Quelle: imago

Unter den Vermissten könnten auch Kinder sein, berichtete Ansa unter Berufung auf die Rettungskräfte. Wie viele Menschen sich genau in der Schlucht befanden, war unklar. Zwar werden dort geführte Touren angeboten. Der Canyon im Nationalpark Pollino ist aber frei zugänglich.

Einige der Geretteten und der Toten waren nach früheren Angaben von Ansa in einer Gruppe unterwegs gewesen. Die Tageszeitung "La Repubblica" berichtete online, dass es einigen gelungen sei, sich an den Klippen in Sicherheit zu bringen.

Der Canyon ist der Gemeinde Civita zufolge 13 Kilometer lang und mit glasklarem Wasser und spektakulären Felsformationen ein beliebter Ausflugsort für Touristen. An der engesten Stelle ist die Schlucht nur einige Meter breit. Die Wände sind zwischen 400 und 700 Meter hoch.

Luca Franzese vom alpinen Rettungsteam in Kalabrien sagte, das Hochwasser sei rund zweieinhalb Meter tief. Eine derartige Überflutung von dem Strom Raganello geschehe häufig im Winter, sei aber noch nie im Sommer vorgekommen, sagte Franzese der Nachrichtenagentur Ansa.

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