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Notstand in Kalifornien - "Herzzerreißend": Tote bei Waldbränden

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In Kalifornien kämpft ein Heer von Feuerwehrleuten gegen schwere Waldbrände. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen - auch im Nobelort Malibu. Es gibt Tote und Verletzte.

Buschbrände in Kalifornien am 08.11.2018
Buschbrände in Kalifornien
Quelle: ap

Bei einem riesigen Waldbrand im Norden Kaliforniens sind bislang mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Sie seien tot in ihren ausgebrannten Fahrzeugen aufgefunden worden, teilte das Sheriff-Büro am Freitag in Butte County mit. Außerdem gebe es Verletzte. Das Ausmaß der Zerstörung sei "wirklich unglaublich und herzzerreißend", sagte Katastrophenschutzleiter Mark Ghilarducci. Im gesamten Staat hätten 157.000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen.

Kleinstadt Paradise besonders betroffen

Bei anhaltend sommerlichen Temperaturen und Trockenheit ist die Feuergefahr an der US-Westküste hoch. Starke Winde erschwerten die Lage. Der nationale Wetterdienst sprach von extremen Bedingungen und warnte vor weiteren Bränden. Vize-Gouverneur Gavin Newsom rief für den Bezirk Butte County den Notstand aus, um auf diese Weise schnell Hilfe zu mobilisieren. Allein dort kämpften rund 2.000 Feuerwehrleute gegen die Brände.

Besonders schwer zerstört wurde die Kleinstadt Paradise im nordkalifornischen Bezirk Butte, wo auch die Opfer gefunden worden seien. Ein Sprecher der kalifornischen Feuerwehr erklärte, dort habe das "Camp Fire" schätzungsweise rund tausend Gebäude zerstört. Die fast 27.000 Einwohner flohen vor den Flammen. Einige von ihnen veröffentlichen in den sozialen Online-Netzwerken erschütternde Videos von Fahrten durch Rauchschwaden und vorbei an orangenen Flammen. Auch ein Krankenhaus musste vollständig evakuiert werden.

Kevin Winstead, ein Bewohner des Nachbarorts Magalia, sagte dem Sender KIEM TV, der ganze untere Teil von Paradise sei vollständig von den Flammen eingeschlossen. "Kein Haus wird stehen bleiben. Ich bin am Boden zerstört." Winstead bangte nach eigenen Angaben auch um sein eigenes neues Haus, in das er eigentlich am folgenden Tag habe einziehen wollen. Das "Camp Fire" zerstörte insgesamt bereits mehr als 8.000 Hektar, wie die Feuerwehr mitteilte.

Wegen weiterer Brände wurde die Evakuierung von 75.000 Häusern in den Bezirken Ventura und Los Angeles angeordnet. Betroffen waren auch große Teile des Nobel-Badeorts Malibu. In Teilen der 12.000 Einwohner-Stadt fiel der Strom aus. Örtliche Fernsehsender zeigten lange Autoschlangen mit Bewohnern auf dem Weg hinaus aus der Stadt.

Medien berichteten von mindestens 15 abgebrannten Häusern im Gebiet Oak Park in Ventura County, nördlich der Autobahn.

Anwohner wurden aufgefordert, für die Evakuierung Küstenstraßen zu nutzen. Canyon Roads, die zwischen Felsschluchten hindurchführten, sollten gemieden werden, hieß es. Von den Evakuierungsmaßnahmen im Süden war auch die US-Schauspielerin Alyssa Milano betroffen. Sie musste nach eigenen Angaben ihr Haus verlassen. Sie sei samt Kindern und Hunden geflohen, schrieb sie auf Twitter.

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