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Tote Flüchtlinge im Kühllaster - Lebenslange Haft für Schlepper

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Im August 2015 kamen in einem Laster 71 Flüchtlinge qualvoll ums Leben. Die Schlepper bekamen hohe Haftstrafen. Diese wurden nun sogar noch einmal verschärft.

Der Kühl-LKW war in Österreich gestoppt worden. Archivbild
Der Kühl-LKW war in Österreich gestoppt worden. Archivbild
Quelle: Herbert P. Oczeret/epa/dpa

Knapp vier Jahre nach dem Tod von 71 Flüchtlingen in einem Kühllaster von Schleppern hat das Berufungsgericht in der ungarischen Stadt Szeged die vier Haupttäter zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt.

Für drei der verurteilten Schlepper besteht darüber hinaus keine Aussicht auf vorzeitige Entlassung, der vierte Mann kann dem Urteil zufolge frühestens nach 30 Jahren freigelassen werden. In erster Instanz waren die vier wegen Mordes zu jeweils 25 Jahren Zuchthaus verurteilt worden.

Besondere Schwere der Tat

Der Vorsitzende Richter begründete die Verschärfung der Urteile mit der besonderen Schwere der Tat. Die 71 Flüchtlinge waren in dem Kühllaster im August 2015 qualvoll erstickt. Sie starben in dem luftdicht abgeschlossenen Lastwagen, weil sich die Schlepper weigerten, anzuhalten und die Ladetür zu öffnen - sie wollten vermeiden, dass die Schlepperfahrt von Ungarn nach Österreich auffliegt. Der Laster mit den Leichen der erstickten Menschen war in Österreich nahe der ungarischen Grenze gefunden worden. Der Fall löste international große Erschütterung aus.

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2015 wurden an einer österreichischen Autobahn 71 Migranten tot in einem Kühllaster aufgefunden. Vier verantwortliche Schlepper wurden nun zu lebenslanger Haft verurteilt.

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