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Tote Schweinswale in der Ostsee - Grüne gegen Sprengungen im Meer

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Schleswig-Holsteins Umweltminister fordert, auf Munitionssprengungen im Meer zu verzichten. Es müsse Alternativen geben.

Ein Schweinswal schwimmt im Meer.
Ein Schweinswal schwimmt im Meer.
Quelle: Ingo Wagner/dpa

Nach Berichten über mehr als ein Dutzend tote Schweinswale nach einer Minensprengung in der Ostsee hat Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) einen Verzicht auf solche Sprengungen gefordert. "Die Sprengungen der Marine gefährden den Bestand der streng geschützten Schweinswale in der Ostsee", erklärte Albrecht am Sonntag in Kiel.

Er forderte den Bund auf, "umgehend auf Alternativen zur Sprengung von Munition im Meer zu setzen". Stattdessen sollten Projekte etwa zur Unterwasserentschärfung mit Hilfe von Robotern finanziell gefördert werden. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) müsse den internationalen Schutzstatus der Schweinswale endlich achten und auf Sprengungen von Munition verzichten, forderte der Grünenpolitiker.

39 Minen aus dem Ersten Weltkrieg gesprengt

Im Sommer wurden bei einem Manöver 39 Minen aus dem Ersten Weltkrieg im Naturschutzgebiet Fehmarnbelt gesprengt. Das geht Presseberichten zufolge aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor. Die Detonationen rissen demnach 1,50 Meter tiefe und fünf Meter breite Krater in den Boden und zerstörten Umweltschützern zufolge alles Leben im Umkreis von bis zu 30 Metern.

Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Nabu wurden anschließend 18 tote Schweinswale in dem Gebiet gefunden. Der Nabu sprach von einem Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Die Bundesregierung müsse endlich Geld bereit stellen, damit die Altlasten naturverträglich beseitigt werden können.

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