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Starkregen auf der Ferieninsel - Mindestens acht Tote bei Unwettern auf Mallorca

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Mallorca ist von starken Regenfällen heimgesucht worden. Mindestens acht Menschen sind dabei ums Leben gekommen, nach vielen Vermissten wird gesucht. Autos wurden weggespült.

Sintflutartige Regenfälle haben die spanische Urlaubsinsel Mallorca heimgesucht. Mindestens sechs Menschen kamen durch die Wassermassen ums Leben, viele weitere werden vermisst.

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Heftige Unwetter haben auf Mallorca mindestens acht Menschen getötet und schwere Sachschäden verursacht. Unter den Todesopfern seien zwei britische Urlauber, berichtete der Fernsehsender RTVE unter Berufung auf die Behörden der spanischen Urlaubsinsel. Sechs Menschen würden noch vermisst, sagte ein Sprecher der Polizeieinheit Guardia Civil.

Mehrere Landstraßen waren am Mittwochmorgen unbefahrbar, einige Ortschaften nach Medienberichten ohne Strom- und Wasserversorgung und von der Außenwelt weitgehend abgeschnitten. Besonders betroffen ist der Osten der Insel. Innerhalb von nur zwei Stunden stürzten dort am Dienstagabend nach offiziellen Angaben rund 220 Liter Wasser vom Himmel. Zum Vergleich: Das ist mehr als ein Viertel des gesamten im vergangenen Jahr in Deutschland registrierten Regens (etwa 850 Liter).

Wassermassen verwandeln Straßen in reißende Flüsse

"Es war eine harte Nacht, aber ich denke, dass der Tag noch heftiger wird", zitierte die Zeitung "El Mundo" eine Lokalpolitikerin. Ministerpräsident Pedro Sánchez wolle im Laufe des Tages auf die Insel fliegen, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen, teilte die Regierung in Madrid mit.

Trümmer nach Unwetter auf Mallorca am 10.10.2018
Blick durchs Fenster auf Trümmer nach dem Unwetter. Quelle: reuters

Dramatische Szenen gab es in der 8.000-Einwohner-Gemeinde Sant Llorenç des Cardassar rund 60 Kilometer östlich der Hauptstadt Palma, wo es zwei Tote gab. Dort trat ein Sturzbach über die Ufer. Die Wassermassen verwandelten Straßen in reißende Flüsse. Zahlreiche Autos wurden mitgerissen und Häuser unter Wasser gesetzt, wie auf Bildern und Videoaufnahmen von Medien und des Wetterdienstes der Balearen zu sehen ist.

Die stellvertretende Bürgermeisterin von Sant Llorenç, Antonia Bauza, sprach von einer "katastrophalen Lage". "Das Wasser war nicht unter Kontrolle zu bringen, es war dramatisch. Man muss es erlebt haben, um zu wissen, wie schlimm es war."

320 Hilfskräfte im Einsatz

Die zwei Briten, nach Medienberichten Urlauber, seien in S'Illot in der Gemeinde Son Servera an der Ostküste gestorben, als sie im Taxi von den Fluten überrascht wurden. Der Taxifahrer werde vermisst, hieß es. Das fünfte Todesopfer wurde aus Artà gemeldet. Die Rettungskräfte suchen am Mittwoch nach weiteren Opfern.

Ein Tourist, der seinen Urlaub in einem Hotel im Küstenort Cala Mandia verbringt, wurde in der Onlineausgabe der "Mallorca Zeitung" am Dienstagabend mit den Worten zitiert: «Hier waren heute zwei Wirbelstürme zu sehen, zum Glück nur auf dem Meer." Zwischendurch gehe im Hotel der Strom aus.

Nach Unwetter überflutete Straße auf Mallorca am 10.10.2018
Überflutete Straße. Quelle: reuters

Die Rettungsteams waren am Mittwoch mit 320 Hilfskräften im Einsatz, darunter 120 Angehörige der Notfall-Einheit des spanischen Militärs, die extra zur Unterstützung von Zivilschutz und Feuerwehr auf die Insel geschickt wurden. Oberste Priorität hatte zunächst die fieberhafte Suche nach Vermissten.

Auf Mallorca hatte es schon seit Montag sehr heftig geregnet, ortsweise auch gehagelt. Durch das Unwetter kam es nach Medienberichten auf dem Flughafen von Palma am Montag und Dienstag zu Verzögerungen. Aus Sicherheitsgründen sei der zeitliche Abstand zwischen den Landungen vergrößert worden, hieß es. In der Hauptstadt und auch am "Ballermann" östlich von Palma war die Lage aber weitgehend normal. Am Donnerstag kehre das Strandwetter zurück, schrieb die "Mallorca Zeitung".

Mit dem Herbst ziehen auch Stürme auf. Warum eigentlich? Mehr dazu im Video.

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