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Tote und Verletzte in China - Erdbeben erschüttert Provinz Sichuan

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Mindestens fünf Todesopfer und 30 Verletzte: Ein starkes Erdbeben hat die Provinz Sichuan erschüttert. Es ist nicht das erste fatale Beben in der Region.

Die nationalen Behörden riefen als Reaktion auf das Beben der Stärke 7 die höchste Alarmstufe aus. Häuser stürzten ein. Wegen der Stärke der Erdstöße, die bis ins mehr als 1.500 Kilometer entfernte Peking zu spüren waren, könnte die Zahl der Opfer noch steigen. Es gibt Berichte darüber, dass es möglicherweise weit mehr Tote und Verletzte geben könnte. Dies wurde jedoch noch nicht durch unabhängige Quellen bestätigt.

Mehr als 600 Feuerwehrleute und Soldaten wurden nach ersten Angaben mit Suchhunden entsandt. Das Epizentrum lag in der Gegend des Kreises Jiuzhaigou nördlich der Provinzhauptstadt Chengdu. Menschen rannten in Angst auf die Straßen, wie auf ersten Bildern im Internet zu sehen war. Telefonleitungen und das mobile Netz waren teilweise unterbrochen.

Behörden versuchen zu evakuieren

Die Erdstöße waren sogar bis in die mehr als 1.500 Kilometer entfernt gelegene Hauptstadt Peking zu spüren, wo Hochhäuser schwankten. Es folgten kleinere Nachbeben. Das Erdbeben ereignete sich nach offiziellen Angaben um 21.19 Uhr Ortszeit (15.19 Uhr MESZ).

Nahe des beliebten Nationalparks Jiuzhaigou stürzten mehrere Häuser ein. Andere hatten Risse in den Wänden, berichtete ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes telefonisch der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Die Behörden versuchten, Häuser zu evakuieren.

"Ich habe es stark gespürt", sagte der Besitzer eines Hotels nahe des Touristenparks Jiuzhaigou telefonisch der Deutschen Presse-Agentur in Peking. "Aber bei uns wurde niemand verletzt."

Mehrere Tote bei Erdrutsch

In Sichuan waren 2008 bei einem schweren Erdbeben der Stärke 8 mehr als 80.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Katastrophe ereignete sich damals wenige Monate vor den Olympischen Spielen in Peking.

In der Provinz hatte sich am Dienstagmorgen nach schweren Regenfällen auch ein Erdrutsch ereignet, bei dem 24 Menschen ums Leben gekommen waren. Vier weitere wurden verletzt. Eine Person galt noch als vermisst, wie Xinhua berichtete.

Der Erdrutsch passierte im Dorf Gengdi im Gebiet von Liangshan. In der Gegend wohnen viele Angehörige der Minderheit der Yi. Nach offiziell unbestätigten Angaben von "Hongxin Xinwen" wurden 71 Häuser zerstört oder beschädigt. Mehr als 500 Menschen seien von dem Unglück betroffen. Sommerliche Regenfälle suchen seit Wochen viele Teile Chinas heim und sorgen für schwere Überflutungen und Erdrutsche.

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