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Buschbrände in Australien - Touristen sollen Brandgebiete verlassen

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Australien erwartet eine neue Hitzewelle - jetzt sollen Tausende Touristen die Buschbrandgebiete im Osten des Landes verlassen. Im Küstenort Mallacoota kommt Hilfe vom Militär.

Schon seit Oktober wüten heftige Buschbrände in Australien, doch nun hat sich die Lage sogar noch zugespitzt: Immer mehr Menschen haben ihre Bleibe verloren und die Zahl der Todesopfer steigt weiter an.

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Touristen sollen die Brandgebiete im Südosten Australiens angesichts einer neuen, für das Wochenende erwarteten Hitzewelle verlassen. Die Feuerwehr des Bundesstaats New South Wales legte am Donnerstag ein Gebiet fest, aus dem Menschen raus sollen, die dort keinen festen Wohnsitz haben. Es erstreckt sich 240 Kilometer vom Urlaubsort Batemans Bay Richtung Süden bis zur Grenze des Staats Victoria.

Es handele sich um die "größte Massenverlegung von Menschen aus der Region, die wir je erlebt haben", sagte der Verkehrsminister des Staates, Andrew Constance. Am Samstag werden vom Wetteramt für die Region Temperaturen jenseits der 40-Grad-Grenze und starker Wind erwartet. Dadurch können die verheerenden Buschbrände noch einmal angefacht werden, die ohnehin hohe Brandgefahr steigt weiter.

Allein in dieser Woche wurden an der Südküste von New South Wales nach Behördenangaben 381 Häuser durch die Buschbrände zerstört, mindestens acht Menschen in dem Staat und im benachbarten Victoria kamen seit Montag ums Leben. Insgesamt sind seit Beginn der Krise landesweit mindestens 17 Todesopfer zu beklagen.

Engpässe bei Lebensmitteln und Wasser

Richtung Norden und Westen von der Evakuierungszone aus erstreckten sich am Donnerstag lange Autokolonnen. Allerdings konnten viele Menschen gar nicht starten, weil die Tankstellen keinen Treibstoff mehr hatten oder die Pumpen wegen Stromausfällen nicht arbeiteten.

Karte: Mallacoota, Australien
Quelle: ZDF

Darüber hinaus gab es in einigen an der Küste gelegenen Gemeinden Engpässe bei Lebensmitteln und Wasser, wie die Feuerwehr mitteilte. Grund hierfür war, dass seit Montag viele Straßen wegen der Brände und umgestürzter Bäume gesperrt waren.

Militärschiff bringt Hilfe

Nicht alle können gleichzeitig auf das Schiff.
Daniel Andres, Regierungschef Victoria

Laut Verteidigungsministerium legte am Donnerstag ein Militärschiff in der Küstenstadt Mallacoota an, um geschätzt 4.000 Menschen, die seit Montag von Feuern eingeschlossen waren, mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Das Schiff sollte zudem Hunderte Menschen in Sicherheit bringen. "Wir denken, dass da rund 3.000 Touristen und 1.000 Einheimische sind", sagte der Regierungschef von Victoria, Daniel Andres dem Sender ABC, mit Blick auf die Zahl der Menschen, die sich an den Strand gerettet haben. "Nicht alle von ihnen wollen weg, nicht alle können gleichzeitig auf das Schiff."

Schon seit Oktober wüten die Buschbrände auf dem Kontinent, doch nunmehr hat sich die Lage zugespitzt: Allein in New South Wales ist eine Fläche der Größe Belgiens abgebrannt, fast 1.000 Häuser wurden zerstört. Mittlerweile hat sich die Zahl der Menschen, die seit dem Ausbruch der ersten Feuer bei den Bränden starben, landesweit auf 17 erhöht, wie die australische Nachrichtenagentur AAP berichtet. Dutzende Menschen werden vermisst.

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