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Abkommen mit Nordmazedonien

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Grieche Tsipras in Skopje - Abkommen mit Nordmazedonien

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Jahrelang waren Nordmazedonien und Griechenland erbitterte Rivalen. Nach dem Ende des Namensstreits scheint das Verhältnis eine neue Richtung einzuschlagen.

Die Ministerpräsidenten Zoran Zaev (l) und Alexis Tsipras.
Die Ministerpräsidenten Zoran Zaev (l) und Alexis Tsipras.
Quelle: Boris Grdanoski/AP/dpa

Nach der Beilegung des Namensstreits zwischen Nordmazedonien und Griechenland sind die Regierungschefs der Länder in Skopje zusammengekommen. "Bisher sahen wir nur gute Gelegenheiten an uns vorbeiziehen", sagte Nordmazedoniens Ministerpräsident Zoran Zaev. Nun lägen gemeinsame Möglichkeiten vor ihnen.

Sein griechischer Amtskollege Alexis Tsipras pflichtete ihm bei: "Wir schlagen ein neues Kapitel in unserer Geschichte auf." Bei dem Treffen wurden mehrere bilaterale Abkommen unterzeichnet.

30 Jahre langer Streit beendet

Mit Alexis Tsipras reiste erstmals ein griechischer Regierungschef zum Staatsbesuch ins nördliche Nachbarland. Sein nordmazedonischer Amtskollege Zoran Zaev zückte am Dienstag vor dem Regierungsgebäude in Skopje sein Handy, um den historischen Moment per Selfie zu verewigen.

"Wir haben viel Zeit verloren und müssen jetzt rasch aufholen", sagte Tsipras mit Blick auf den jahrzehntelangen Namensstreit zwischen den beiden Staaten. Die Regierungen der beiden Staaten unterzeichneten eine Reihe von Vereinbarungen, beschlossen die Einrichtung von Botschaften im jeweils anderen Land sowie den Abbau von Handelshindernissen. Tsipras wurde auf seiner Reise von zehn Ministern und einer mehr als 100-köpfigen Wirtschaftsdelegation begleitet.

Die beiden Staaten hatten sich im vergangenen Jahr nach fast 30 Jahren Streit auf die Namensänderung geeinigt. Grund für den Namensstreit war, dass es im Norden Griechenlands auch eine Provinz mit dem Namen Mazedonien gibt. Sie grenzt direkt an die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, die seit ihrer Unabhängigkeit 1991 diesen Namen für sich beanspruchte. Im Gegenzug dafür, dass Mazedonien seinen Namen änderte, gab Griechenland seinen Widerstand gegen die Aufnahme Mazedoniens in die Nato und die EU auf.

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