Sie sind hier:

Treffen Trump - Kim - In Singapur, am 12. Juni

Datum:

Der Stadtstaat Singapur: viele Kulturen, friedlich, auf engstem Raum. Hier wollen sich am 12. Juni US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim treffen.

Skyline von Singapur
Skyline von Singapur
Quelle: dpa

In Singapur also. Die seit 1963 unabhängige, ehemalige britische Kronkolonie ist bekannt für ein weitgehend friedliches Zusammenleben unterschiedlichster Kulturen und Religionen auf engstem Raum. Ein symbolträchtiger Ort also für ein noch symbolträchtigeres Treffen. US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wollen in dem Stadtstaat am 12. Juni zusammenkommen. Es ist die erste Begegnung der höchsten Repräsentanten der USA und Nordkoreas seit dem 1953 beendeten Koreakrieg.

Freilassung der Amerikaner hilfreich

"Wir werden beide versuchen, dies zu einem sehr besonderen Augenblick für den Weltfrieden zu machen", schrieb Trump auf Twitter. Nach Informationen aus dem US-Außenministerium laufen Planungen für eine eintägige Veranstaltung - Option auf Verlängerung. Er hätte für das Treffen zwar die entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea bevorzugt, sagte Trump. Aber die meisten seiner Berater seien für Singapur gewesen - dem Vernehmen nach wohl, weil ein Besuch im Grenzgebiet wie ein Besuch in Pjöngjang für den Präsidenten schlecht ausgesehen hätte. Eine Zusammenkunft in der Mongolei sei wegen der Nähe zu China verworfen worden.

Einen Monat vor dem geplanten Gipfel äußerten beide Seiten demonstrative Zuversicht. Kim sieht in dem Gipfel nach Angaben der Staatsmedien eine historische Chance. Die Freilassung dreier in Nordkorea festgehaltener Amerikaner ebnete der Zusammenkunft weiter den Weg. Sie waren wegen des Vorwurfs staatsfeindlicher Aktivitäten inhaftiert worden. Trump inszenierte die Ankunft der Männer als Triumph. Mit Ehefrau Melania begrüßte er die drei und holte sie auf dem Stützpunkt Andrews bei Washington persönlich am Flugzeug ab. "Wir wollen Kim Jong Un danken, der sich diesen drei unglaublichen Menschen gegenüber wirklich ausgezeichnet verhalten hat", sagte Trump. Die Freilassung sei ein Zeichen guten Willens.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Kim: Hervorragender erster Schritt

Kim sagte, seine Begegnung mit Trump werde zudem ein "hervorragender erster Schritt sein, um die positive Entwicklung auf der koreanischen Halbinsel zu fördern". Dies habe Kim am Mittwoch US-Außenminister Mike Pompeo gegenüber gesagt, der zur Vorbereitung des Gipfels in Pjöngjang war, berichteten Staatsmedien. Kim und Pompeo hätten mit Blick auf den Gipfel über "praktische Dinge" gesprochen und dabei einen für beide Seiten "befriedigenden Konsens" erzielt, hieß es. Nach Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap war es das erste Mal, dass die staatlichen Medien des abgeschotteten Landes offen über Kims Pläne für ein Treffen mit Trump sprachen.

Pompeo war erst wenige Stunden vor Trumps Ankündigung zurückgekehrt. Mit an Bord seiner Maschine waren die drei freigelassenen Amerikaner. Kim Dong Chul, Tony Kim und Kim Hak Song waren US-Angaben zufolge bei guter Gesundheit. Einer der Freigelassenen sagte: "Es ist wie ein Traum. Wir sind sehr glücklich." Er habe in Gefangenschaft viel Zwangsarbeit leisten müssen, sei aber bei Krankheit auch behandelt worden.

Trump: Kim ist verhandlungsbereit

Nordkorea hat in den vergangenen Jahren neben einzelnen US-Bürgern auch immer wieder Südkoreaner und andere Ausländer festgenommen, in der Regel wegen des Vorwurfs "feindseliger Handlungen". Die Betroffenen spielten vor allem als potenzielle Trümpfe bei bevorstehenden Verhandlungen eine Rolle.

Bei dem ersten Gipfel zwischen beiden Ländern geht es um eine friedliche Lösung des jahrelangen Konflikts um das Atomprogramm Nordkoreas. Washington fordert von der kommunistischen Führung in Pjöngjang den dauerhaften Verzicht auf Atomwaffen. Trump sagte: "Mein größter Stolz wird es sein, wenn wir die ganze Halbinsel atomwaffenfrei machen." Kim sei verhandlungsbereit und wolle sein Land nun in die "reale Welt" führen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.