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Dieselskandal und Kartellvorwürfe - Kretschmann: Die Karten müssen offen auf den Tisch

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Dieselskandal und Kartellvorwürfe: Die deutschen Autobauer befinden sich in einer Vertrauenskrise. Baden-Württemberg will dennoch das Gespräch mit der Branche suchen - auch wegen der Arbeitsplätze im Land. Allerdings knüpft Ministerpräsident Kretschmann den Dialog an Bedingungen.

Rund um die Kartellvorwürfe gegen die deutsche Autoindustrie gibt es offenbar eine neue Wendung. Berichten zufolge hat sich Daimler früher an die Wettbewerbsbehörden gewandt als Volkswagen.

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Winfried Kretschmann (Grüne) forderte dabei vor allem Transparenz von den Autobauern. "Ich bestehe darauf, dass die Karten offen auf den Tisch gelegt werden. Sonst kann der Dialog nicht gelingen", sagte der Ministerpräsident. Der Dialog sei notwendig, um die großen Herausforderungen der Industrie - etwa Elektromobilität und die Digitalisierung - zu meistern. Außerdem gehe es darum, die Arbeitsplätze, die in Baden-Württemberg von der Autoindustrie abhingen, zu erhalten.

Kretschmann nennt Bedingungen für Nachrüstungen

Die Bundesregierung hat zum Diesel-Gipfel am 2. August eingeladen. Daran sollen mehrere betroffene Bundesländer und die Autobranche teilnehmen, um konkrete Schritte für einen geringeren Schadstoffausstoß festzulegen. Kretschmann betonte, dass mehrere Punkte bei der im Raum stehenden Nachrüstung von Diesel-Autos erfüllt sein müssten. Sie müssten relevant und wirksam, nachvollziehbar und überprüfbar sein. Alle betroffenen Fahrzeuge müssten verbindlich nachgerüstet werden. Zudem müssten die Nachrüstungen schnell gehen und sofort beginnen. Die Kosten müssten die Autobauer tragen.

In Stuttgart drohen Fahrverbote für alte Diesel-Autos. An diesem Freitag (28.7.) will das Verwaltungsgericht Stuttgart über eine Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen das Land und den neuen Luftreinhalteplan für Stuttgart entscheiden. Bei der mündlichen Verhandlung vor einer Woche dämpfte der Vorsitzende Richter allerdings Hoffnungen der Landesregierung, mit Nachrüstungen von Diesel-Autos um Fahrverbote in Stuttgart herumzukommen.

Neues Problem: Kartellvorwürfe

Neben dem Dieselskandal kämpfen die Autobauer aktuell auch mit Kartellvorwürfen: Nach Recherchen des Magazins "Spiegel" sollen sich Vertreter von VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler jahrelang in geheimen Zirkeln über ihre Fahrzeuge, Kosten, Zulieferer und auch den Umgang mit dem Thema Diesel-Abgase abgesprochen haben.

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