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Trotz Isolation des Emirats - Milliarden-Deal: USA liefert F-15-Flieger nach Katar

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Das Emirat Katar ist von seinen arabischen Nachbarn isoliert. Fraglich war, ob die USA an der militärischen Zusammenarbeit festhalten. Nun steht fest: Washington und Doha bauen sie sogar aus. Die USA liefern dem Emirat F-15-Kampfflugzeuge, die rund zwölf Milliarden Dollar kosten sollen.

Außenminister Sigmar Gabriel hat davor gewarnt, dass die Isolation des Emirats Katar zu einem Krieg am Golf führen könnte. Zuvor hatte Gabriel mit Amtskollegen von Saudi-Arabien und Katar über den Golf-Konflikt gesprochen.

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Trotz der Kritik von Präsident Donald Trump an der Haltung Katars im Anti-Terrorkampf stärken die USA das Emirat militärisch. Beide Seiten unterzeichneten am Mittwoch einen Vertrag, wonach die Vereinigten Staaten Katar F-15-Kampfflugzeuge liefern. Nach Angaben Katars hat das Geschäft einen Umfang von zwölf Milliarden Dollar (10,7 Milliarden Euro). Zudem war für Donnerstag der Besuch zweier US-Kriegsschiffe in Katars Hauptstadt Doha geplant.

F-15 Deal bereits im November beschlossen

Ein Mitarbeiter des US-Außenministeriums sagte, der Verkauf sei über die kommenden Jahre hinweg abgeschlossen worden. Katars Verteidigungsminister Khaled bin Mohammed al-Attijah sagte nach der Unterzeichnung des Deals, sein Land und die USA hätten ihre militärische Kooperation gefestigt. Jahrelang hätten beide Staaten bereits nebeneinander gekämpft, um Terrorismus auszulöschen und eine Zukunft mit Würde und Wohlstand zu ermöglichen.

Das US-Militär hatte bereits im November bekannt gegeben, Katar erhalte 72 F-15-Flugzeuge im Wert von 21,1 Milliarden Dollar. Unklar war, ob es sich bei dem jetzt abgeschlossenen Vertrag um einen zusätzlichen Waffenverkauf handelte, oder um einen Teil des Geschäfts vom November.

Zu der Schiffsvisite sagte ein Sprecher der 5. US-Flotte, es handle sich um einen Routinebesuch. Die staatliche Nachrichtenagentur Katars beschrieb die Präsenz der Schiffe unterdessen als Teil einer "gemeinsamen Übung" mit der katarischen Marine.

Türkei und Iran unterstützen Katar

Die Krise zwischen Katar und seinen arabischen Nachbarländern hat die
USA in eine schwierige Lage gebracht. US-Verteidigungsminister James Mattis sagte, Katar bewege sich "in die richtige Richtung". Außenminister Rex Tillerson forderte alle Golfstaaten auf, vereint zu bleiben. Trump hingegen kritisierte wiederholt, Katar finanziere Terrorismus "auf sehr hoher Ebene".

Dies hatten auch Ägypten, Saudi-Arabien und andere Golfstaaten als Begründung angeführt, als sie vergangene Woche ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abbrachen und den Flug- und Schiffsverkehr einstellten. Saudi-Arabien ließ zudem auch keine Lastwagen mehr über die einzige Landgrenze des Nachbarlandes. Dies führte zunächst zu Hamsterkäufen in Lebensmittelgeschäften. Inzwischen liefern die Türkei und Iran Nahrungsmittel per Schiff.

Die USA unterhalten in Katar einen großen Stützpunkt mit 10.000 Soldaten. Auf die Frage von Senatorin Elizabeth Warren, ob der diplomatische Streit US-Militäroperationen beeinträchtige, sagte Generalstabschef Joseph Dunford, dies sei nicht der Fall.

Qatar Airways: Flugverkehr beeinträchtigt

Der Flugverkehr Katars scheint auch auf internationaler Ebene vor Herausforderungen gestellt. Die UN-Behörde zur Überwachung des weltweiten Luftverkehrs bestätigte, Katar habe sich über andere Staaten beschwert, die die Routen der staatlichen Gesellschaft Qatar Airways beschränkten. Katar meldete demnach, die Weigerung anderer arabischer Länder, katarische Flieger über ihrem Luftraum fliegen zu lassen, sei illegal.

Die UN-Behörde zur Luftsicherheit erklärte, am Donnerstag sollten hochrangige Vertreter aus Katar, Saudi-Arabien, Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Bahrain zusammenkommen, um über das Problem zu verhandeln.

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