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Krankenkassen melden Verluste

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Trotz Rekordeinnahmen - Krankenkassen melden Verluste

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Die Krankenkassen verzeichnen Rekordeinnahmen. Doch Grund zur Freude ist das aus ihrer Sicht nicht, stattdessen schlagen sie Alarm.

Versicherungskarten verschiedener Krankenkassen.
Erstmals seit 2015 machen die Krankenkassen wieder Verlust.
Quelle: Angelika Warmuth/dpa/Archivbild vom 26.01.2010

Die gesetzlichen Krankenkassen schließen das Jahr mit einem Verlust ab. "Das Defizit für 2019 wird über eine Milliarde Euro betragen", sagte die Vorstandschefin des Verbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Doris Pfeiffer, der Funke-Mediengruppe.

Pfeiffer nannte die Entwicklung "alarmierend", weil auch Rekordeinnahmen der Krankenkassen den Verlust nicht hätten verhindern können. Der Grund dafür seien stark steigende Ausgaben. Höhere Zusatzbeiträge würde es aber wohl erst ab 2021 geben.

Die Entwicklung der Ausgaben habe sich während des Jahres sogar noch beschleunigt. Dies liege einerseits am medizinischen Fortschritt, andererseits an den teuren Gesetzen der Bundesregierung. "Allein durch das Terminservicegesetz und das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz kommen auf die Krankenkassen im nächsten Jahr rund fünf Milliarden Euro an Mehrausgaben zu", sagte Pfeiffer.

Zusatzbeiträge 2020 stabil halten

Weil die meisten Kassen einen Teil ihrer Rücklagen auflösen würden, könnten sie ihre Zusatzbeiträge im Jahr 2020 aber noch stabil halten, sagte Pfeiffer voraus. Das Bundesgesundheitsministerium hatte Ende Oktober zwar vorausgesagt, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag der Kassen im nächsten Jahr um 0,2 Punkte steigen würde - auf dann 1,1 Prozent. Laut Pfeiffer werden die meisten Kassen dies jedoch vermeiden können, indem sie einen Teil ihrer Rücklagen auflösen.

Für die Jahre ab 2021 erwartet die Verbandschefin dann allerdings, dass die Finanzsituation der Kassen "sicherlich schwieriger aussehen" werde. Wenn die Rücklagen aufgebraucht seien, führe "kein Weg an höheren Beiträgen vorbei".

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