Sie sind hier:

Betriebsgewinn - Trotz Terrorangst und Unwettern: TUI legt zu

Datum:

Terrorangst, Türkei-Krise, Unwetter: TUI trotzt allen Krisen - und füllt die Kassen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wuchs der operative Gewinn des Konzerns auf 1,1 Milliarden Euro.

Gute Geschäfte mit Hotels und Kreuzfahrten haben bei Europas größtem Reisekonzern TUI trotz Türkei-Krise und Unwettern in wichtigen Reisezielen die Kasse gefüllt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wuchs der operative Gewinn um mehr als ein Zehntel auf 1,1 Milliarden Euro, und bis Ende des Jahrzehnts soll es weiter kräftig aufwärts gehen. "Wir hatten mehr Kunden und höhere Preise - also beides gut", sagte TUI-Chef Fritz Joussen in Hannover.

Krankmeldungen der TUIfly-Besatzungen belastend

Obwohl durch das schwache britische Pfund umgerechnet in Euro weniger in die Kasse kam, wuchs der Konzernumsatz um 8 Prozent auf 18,5 Milliarden Euro. Der Überschuss ging zwar um mehr als ein Drittel auf 645 Millionen Euro zurück. Allerdings hatte TUI ein Jahr zuvor beim Verkauf der Tochter Hotelbeds einen hohen Sondergewinn eingestrichen. Das laufende Geschäft warf indes mehr Gewinn ab. Das lag vor allem an den konzerneigenen Hotels wie Riu und Robinson Clubs sowie den Kreuzfahrtschiffen von TUI Cruises und Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten, während die massenhaften Krankmeldungen bei der Fluglinie TUIfly im Herbst 2016 und die Folgen der Air-Berlin-Pleite im Sommer 2017 das Ergebnis im Veranstaltergeschäft nach unten zogen.

Wegen der Wirbelstürme in der Karibik musste der Konzern Kunden in Florida und auf Kuba in Sicherheit bringen. Die Folgen der Pleite von Air Berlin sieht Joussen aus Sicht der TUI weitgehend bewältigt. Von den 14 Jets, die der konzerneigene Ferienflieger TUIfly jahrelang samt Besatzung an Air Berlin und deren Tochter Niki vermietet hatte, seien 7 bereits für die Lufthansa-Tochter Eurowings unterwegs. Für die übrigen Maschinen sieht er angesichts des schrumpfenden Flugangebots infolge der Air-Berlin-Insolvenz genügend Bedarf am Markt.

Reisen in die Türkei wieder gefragt

Urlauber buchen dem Touristikkonzern zufolge wieder vermehrt Reisen in die Türkei. Im laufenden Winterhalbjahr habe die Nachfrage nach dem wichtigen Urlaubsland wieder angezogen und die Buchungslage sei insgesamt gut, teilte Europas größter Reisekonzern weiter mit. Auch für den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union sieht sich das Unternehmen gut gerüstet. TUI habe bereits die Hotelkapazitäten in Bulgarien und Kroatien erhöht, damit Urlauber aus Großbritannien auf günstigere Länder ausweichen können, falls bestimmte Ziele für Briten wegen der schwächeren Landeswährung zu teuer würden, sagte Joussen.

Joussen, der TUI seit 2013 führt, sieht den Touristikriesen dank der Konzentration auf eigene Hotels und Kreuzfahrtschiffe inzwischen deutlich besser für Krisen gewappnet. "Die TUI 2017 ist eine völlig andere TUI als vor 5 Jahren." Der einst drückende Schuldenberg wurde abgebaut, Randbereiche verkauft und die Abhängigkeit vom saisonalen Veranstaltergeschäft verringert.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.