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Handelsstreit mit EU - Trump attackiert Harley-Davidson für Flucht vor Zöllen

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Ausgerechnet die Industrie-Ikone Harley-Davidson will jetzt Teile seiner Produktion ins Ausland verlagern. US-Präsident Trump ist verärgert.

Harley-Davidson Motorrad in einem Museum in Milwaukee am 31.8.2013
Harley-Davidson Motorrad in einem Museum in Milwaukee am 31.8.2013
Quelle: reuters

US-Präsident Donald Trump hat Motorradbauer Harley-Davidson wegen des geplanten Abzugs der Produktion für das Europageschäft scharf kritisiert. "Ich bin überrascht, dass Harley-Davidson von allen Unternehmen das erste ist, das die weiße Fahne hisst", erklärte Trump am Montagabend über Twitter.

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Um von höheren Zöllen in Europa verschont zu werden, hatte der US-Motorradhersteller angekündigt, die Produktion für den europäischen Markt ins Ausland zu verlagern. "Ich habe hart für sie gekämpft", betonte Trump und kündigte an, dass das Unternehmen letztlich keine Zölle bei Verkäufen in die EU zahlen werde. "Zölle sind nur eine Harley-Entschuldigung - seid geduldig!", schrieb er ohne weitere Erläuterung.

Regierung: Harleys sollen in den USA gebaut werden

Trumps Handelsberater Peter Navarro betonte: "Wir wollen, dass Harleys hier gemacht werden, dass mehr hier gemacht wird, und das wird unter der Handelspolitik des Präsidenten auch passieren."

Die EU hat Vergeltungszölle im Umfang von 2,8 Milliarden Euro auf amerikanische Produkte wie Motorräder, Erdnussbutter und Whiskey verhängt, weil die USA ihrerseits die Zölle auf Importe von Stahl und Aluminium erhöht hatten. Auf Harley-Davidson-Maschinen, die bis zu 43.000 Euro kosten, muss nun ein Zoll von 31 Prozent gezahlt werden, 25 Prozentpunkte mehr als vorher.

Trump wollte den Motorradbauer groß machen

Auch die US-Zölle belasten das Unternehmen, weil sie die Rohstoffkosten erhöhen. So hatte Harley Ende April mitgeteilt, Trumps Zölle auf Metall würden in diesem Jahr die Kosten zwischen 15 und 20 Millionen Dollar nach oben treiben.

Harley gehört zu den Firmen, denen Trump bei Amtsantritt zugesagt hatte, sie wieder groß zu machen. Der Motorradbauer leidet unter einem harten Preiskampf und einer alternden Stammkundschaft. Unterdessen kündigte Frankreich weitere Gegenreaktionen Europas im Falle einer Einführung der angedrohten US-Zölle auf Autos an.

"Wenn die USA uns erneut mit einer Zollerhöhung um 20 Prozent auf Autos treffen, werden wir wieder reagieren", sagte der französische Finanzminister Bruno Le Maire am Montag. "Wir wollen keine Eskalation, aber wir sind die, die angegriffen werden." Trump hatte am Freitag mit höheren Zöllen auf in der Europäischen Union hergestellte Fahrzeuge gedroht.

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