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"Geht zurück in eure Heimat" - Trump attackiert linke Demokratinnen

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US-Präsident Trump wütet gegen junge Politikerinnen der Demokraten. Sie sollten in ihre Heimatländer zurückkehren, fordert er. Dabei stammen sie aus den USA.

Donald Trump besteigt die Air Force One.
US-Präsident Donald Trump
Quelle: Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat die ethnische Herkunft mehrerer Demokratinnen im Kongress für Verbalattacken genutzt und sich damit neue Rassismusvorwürfe eingehandelt. In mehreren Tweets forderte Trump "progressive" Abgeordnete auf, ihr Land zu verlassen und in ihre vermeintliche Heimat zurückzukehren.

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"Warum gehen sie nicht zurück und helfen dabei, die total kaputten und von Kriminalität befallenen Orte in Ordnung zu bringen, aus denen sie gekommen sind", schrieb er am Sonntag. Namen nannte Trump zwar nicht.

Alexandra Ocasio-Cortez
Alexandra Ocasio-Cortez
Quelle: ap

Doch gilt es als sicher, dass er eine Gruppe junger linker Demokratinnen meinte: die einflussreiche New Yorker Abgeordnete Alexandra Ocasio-Cortez und ihre Verbündeten Ilhan Omar aus Minnesota, Ayanna Pressley aus Massachusetts und Rashida Tlaib aus Michigan. Die Parlamentarierinnen sind alle amerikanische Staatsbürgerinnen und bis auf die aus Somalia stammende Omar in den USA geboren.

Die Demokratinnen keilen zurück

Ocasio-Cortez ließ Trumps Attacken nicht lange auf sich sitzen. Er könne sich "kein Amerika vorstellen, das uns einschließt", schrieb sie auf Twitter. "Herr Präsident, das Land, aus dem ich "herkomme" und das Land, auf das wir alle einen Eid schwören, sind die Vereinigten Staaten." Sie warf Trump zudem vor, politischen Profit aus einem "verängstigten Amerika" zu schlagen.

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Ihre Kollegin Omar twitterte: "Sie schüren weißen Nationalismus, (weil) Sie wütend sind, dass Leute wie wir im Kongress dienen und gegen Ihre hasserfüllte Agenda kämpfen." Rückendeckung bekamen die Politikerinnen von der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi, die sich eine parteiinterne Fehde mit Ocasio-Cortez liefert. Trump wolle "Amerika wieder weiß machen", rügte Pelosi in einer Anspielung auf dessen Wahlkampfmotto von 2016 via Twitter.

Bei den Demokraten rumort es seit Tagen

In der Fraktion der Demokraten im Repräsentantenhaus rumort es seit Tagen. Die Abgeordneten sind sich etwa uneins, wie stark die Partei im Wahlkampf gegen Trump nach links rücken sollte. Streit gibt es auch über die Frage, ob ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten angestrengt werden sollte. Pelosi musste sich zuletzt sogar den Vorwurf von Ocasio-Cortez gefallen lassen, Frauen mit dunkler Hautfarbe in der Fraktion an den Rand drängen zu wollen.

Am Freitag hatte sich Trump eingeschaltet und in einem ungewöhnlichen Schritt für Pelosi Partei ergriffen. "Sie ist keine Rassistin", sagte er über die ranghöchste Demokratin. In den darauf folgenden Tweets kritisierte er weiterhin, dass diese "progressiven" Abgeordneten dem "Volk der Vereinigten Staaten nun lautstark und boshaft sagen, wie unsere Regierung geführt werden soll".

Trump: "Diese Orte brauchen eure Hilfe dringend"

Wenn sie ihre Herkunftsländer in Ordnung gebracht hätten, könnten sie zurückkommen und "uns zeigen, wie es gemacht wird." Trump stichelte zudem, "diese Orte brauchen eure Hilfe dringend, ihr könnt gar nicht rasch genug aufbrechen." Er sei sicher, dass "Nancy Pelosi sehr gern schnell kostenlose Reisevorkehrungen treffen" würde, schrieb er weiter.

Nancy Pelosi, Vorsitzende des Abgeordnetenhauses
Nancy Pelosi, Vorsitzende des Abgeordnetenhauses. Archiv 05.02.2019
Quelle: dpa

Trump dürfte mit den Tweets das Ziel verfolgt haben, die Gräben bei den Demokraten zu vertiefen. Doch stattdessen schoss sich die Partei geschlossen auf den Präsidenten ein. "Lasst uns darüber im Klaren sein, was dieser niederträchtige Kommentar ist: eine rassistische und xenophobe Attacke auf demokratische Kongressabgeordnete", twitterte Elizabeth Warren, eine Präsidentschaftsbewerberin.

Ein weiterer Anwärter, Beto O'Rourke, schrieb ebenfalls auf Twitter an Trumps Adresse: "Das ist rassistisch. Diese Kongressabgeordneten sind ganz genau so amerikanisch wie Sie - und repräsentieren unsere Werte besser als Sie es jemals tun werden." Aus den Reihen der Republikaner gab es kaum einen Kommentar über die Verbalattacken des Präsidenten. Trump selbst gab sich unbeeindruckt von der Kritik der Demokraten. Es sei "so traurig" zu beobachten, dass sie sich nun für die Frauen stark machten, twitterte er. "Wenn die Demokratische Partei weiter ein solch schändliches Verhalten gutheißt, dann freuen wir uns umso mehr, euch 2020 an der Wahlurne zu sehen."

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