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APEC-Gipfel - Ein Amerikaner in Vietnam

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US-Präsident Donald Trump ist für den Asien-Pazifik-Gipfel in Vietnam angekommen. Im Laufe des Tages will er seine Vision vom freien Handel der Region vorstellen.

Donald Trump besucht heute Vietnam, die nächste Station auf seiner Asien-Tour. Aufgrund der Geschichte ist es nie ein "normaler" Staatsbesuch, wenn ein amerikanischer Präsident nach Vietnam kommt.

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Mit einem Gipfel in Vietnam loten mehr als 20 Staaten aus dem Pazifikraum die Möglichkeiten ihrer künftigen Zusammenarbeit aus. An dem Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in der Küstenstadt Da Nang nehmen unter anderem die Präsidenten der USA, Chinas und Russlands teil: Donald Trump, Xi Jinping und Wladimir Putin.

Für den US-Präsidenten ist der Gipfel die vierte Station seiner zweiwöchigen Asien-Reise. Im Mittelpunkt des Treffens stehen Handelsfragen. Mit dem Rückzug aus einem bereits ausgehandelten Freihandelsabkommen (TPP) hatte Trump zu Beginn des Jahres ein knappes Dutzend Partnerstaaten in der Region vor den Kopf gestoßen.

Jährliches APEC-Treffen

Der APEC gehören insgesamt 21 Pazifik-Anrainerstaaten an. Auf sie entfallen etwa 60 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Dort leben auch knapp 40 Prozent der Weltbevölkerung. Weitere wichtige Themen sind der Korea-Konflikt und der Kampf gegen den Terrorismus. Die Gruppe, die aus sehr unterschiedlich entwickelten Staaten besteht, trifft sich einmal pro Jahr an wechselnden Orten zu einem Gipfel.

"Wer auf einen diplomatischen Durchbruch in der Nordkoreakrise gehofft hat, wurde bislang eher enttäuscht", sagt ZDF-Asienkorrespondent Normen Odenthal vor Trumps Besuch in Vietnam.

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Kein Treffen mit Wladimir Putin

Allerdings wird es nach US-Angaben entgegen den Erwartungen nun doch kein separates Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem russischen Kollegen Wladimir Putin geben. Ein bilaterales Treffen sei aus terminlichen Gründen nicht machbar, sagte Trump-Sprecherin Sarah Sanders am Freitag kurz vor der Ankunft Trumps am Tagungsort des APEC-Wirtschaftsgipfels in Da Nang. Ein solches Treffen sei im Übrigen nie explizit vereinbart worden. Der Sprecher von Putin, Dmitri Peskow wurde dagegen von der Nachrichtenagentur Interfax mit den Worten zitiert, beide Seiten bemühten sich weiter um das Zustandekommen eines Treffens der beiden Präsidenten. "Die Diskussionen gehen weiter, es gibt bislang noch keine Klarheit", sagte Peskow.

Gespräche über TTP

Am Rande des Gipfels gab es auch Gespräche darüber, wie das ausgehandelte Freihandelsabkommen TPP (Trans-Pacific Partnership) ohne die USA in die Praxis umgesetzt werden kann. Trump hatte schon im Wahlkampf deutlich gemacht, dass er von dem Abkommen nichts hält und dann gleich nach der Amtsübernahme im Januar den Ausstieg verkündet. Von den elf übrig gebliebenen Partnern wird nun versucht, TPP zu retten.

Allerdings gab es in Da Nang unterschiedliche Signale, wie die Bemühungen vorankommen. Japans Wirtschaftsminister Toshimitsu Motegi sagte, im Prinzip sei man sich bereits einig. "Die elf Nationen haben auf Ministerebene eine Vereinbarung erzielt", sagte Motegi. Daraufhin erklärte Kanadas Außenhandelsminister Fransois-Philippe Champagne jedoch: "Es gibt keine grundsätzliche Vereinbarung zu TPP." Und Australiens Handelsminister Steve Ciobo fügte hinzu: "Wir kommen der Sache näher, aber haben noch Arbeit vor uns."

China arbeitet mit Indien an Abkommen für Region

TPP war unter Trumps Vorgänger Barack Obama vorangetrieben worden. Bei den elf übrig gebliebenen Ländern handelt es sich neben Japan und Kanada noch um Australien, Neuseeland, Brunei, Chile, Malaysia, Mexiko, Peru, Singapur und Vietnam. Parallel dazu arbeitet auch die Volksrepublik China zusammen mit Indien an einem Abkommen für die Region.

Nach dem APEC-Gipfel reist Trump am Samstag zu bilateralen Gesprächen mit Vietnams kommunistischer Führung in die Hauptstadt Hanoi. Am Sonntag beginnt dann auf den Philippinen ein Gipfel der Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (Asean), bei dem er als Gast dabei ist. Sein Frau Melania reiste nicht mit nach Da Nang, sondern blieb in Peking, der vorigen Station.

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