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Handelsstreit - Trump-Berater: USA im Wirtschaftskrieg mit China

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Im Handelsstreit mit China hatte sich US-Präsident Trump zuletzt etwas milder gezeigt. Sein Chefstratege fordert jetzt, hart gegen die Volksrepublik vorzugehen. Andernfalls seien die USA bald nicht mehr die Nummer eins unter den Wirtschaftsmächten, warnte Bannon. "Wir sind im Wirtschaftskrieg mit China."

US-Präsident Trump empfängt in Florida den chinesischen Staatschef Xi Jinping. Die beiden Weltmächte stehen in wachsender Konkurrenz zueinander. Neben Handelsfragen beraten die beiden auch über das Vorgehen im Konflikt mit Nordkorea.

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Die USA könnten nach Steve Bannons Einschätzung ihren Titel als weltgrößte Volkswirtschaft an China verlieren. Ein Land werde in 25 bis 30 Jahren die Vorherrschaft haben und es werde China sein, sollten die USA ihren derzeitigen Weg fortsetzen, warnte Trumps Topberater im Politikmagazin "The American Prospect". "Wenn wir weiter verlieren, kommen wir in fünf, ich glaube maximal zehn Jahren an einen Wendepunkt, von dem wir uns niemals mehr erholen können."

Deswegen sollten USA hart gegen China vorgehen. Es gehe letztlich darum, eine Untersuchung der chinesischen Handelspraktiken nach Artikel 301 des Handelsgesetzes von 1974 anzustrengen.

China warnt vor Handelskrieg

Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Hua Chunying, betonte in Reaktion auf das Interview, die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern hätten Vorteile für beide Seiten. Ein Handelskrieg würde hingegen keine Gewinner hervorbringen. China hoffe, dass alle Beteiligten aufhörten, Themen aus dem 21. Jahrhundert mit einer Mentalität aus dem 19. oder 20. Jahrhundert zu betrachten, sagte Hua.

Am Montag hatte Trump die Behörden angewiesen, Chinas Umgang mit geistigem Eigentum genauer unter die Lupe zu nehmen. Der US-Präsident schaltete dazu seinen obersten Handelsbeauftragten Robert Lighthizer ein. Dieser soll feststellen, ob es zu einer formellen Untersuchung kommt.

Gegenstand des Handelsstreits sind unter anderem Chinas Auflagen für ausländische Firmen - diese müssen chinesischen Partnerfirmen ihre Technologie offenlegen und ihnen damit Zugang zu geistigem Eigentum ermöglichen.

Trump hatte zuletzt angedeutet, im Handelszwist nachsichtiger zu sein, sollte die Volksrepublik Nordkorea härter an die Kandare nehmen. Bannon wies dies zurück. Es gebe keinen Grund dafür, dies zu tun. China werde kaum mehr als bisher tun, um Nordkorea zu zügeln.

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