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Attacke bei Wahlkampfauftritt - Trump beschimpft Demokraten

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"Verrückt", "boshaft", "teuflisch" - mit derben Worten beschimpft Trump die Demokraten. Deren Ermittlungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren seien eine "Hexenjagd".

Donald Trum am 10.10.2019 in Minneapolis (USA)
Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Minneapolis.
Quelle: Reuters

"Wir haben es mit einigen wirklichen kranken und gestörten Leuten zu tun", sagte US-Präsident Donald Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) im US-Bundesstaat Minnesota bei seinem ersten Wahlkampfauftritt, seitdem die Demokraten wegen der sogenannten Ukraine-Affäre Vorbereitungen für ein sogenanntes Impeachment-Verfahren angestoßen haben.

Trump: Demokraten erhalten Quittung bei Präsidentenwahl

Sie seien "verrückt", "boshaft" und "teuflisch". "Die Demokraten sind auf einem Kreuzzug, um unsere Demokratie zu zerstören", sagte Trump. "Wir werden das niemals zulassen. Wir werden sie besiegen." Die Demokraten bekämen bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2020 die Quittung für ihren Versuch, die Regierung zu stürzen. Was sie täten, sei nichts als eine "Hexenjagd" und "Sabotage".

Über die Frontfrau der Demokraten, die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sagte Trump, sie sei entweder "wirklich dumm", "nicht mehr ganz richtig" oder unehrlich. Der Präsident griff auch andere Demokraten einmal mehr persönlich an - etwa die Kongressabgeordnete Ilhan Omar aus Minnesota und seinen potenziellen Herausforderer bei der Wahl 2020, Ex-Vizepräsident Joe Biden, und dessen Sohn Hunter.

Biden weist Anschuldigungen zurück

Trump wird vorgeworfen, die Macht seines Amtes missbraucht zu haben, damit sich eine ausländische Regierung zu seinen Gunsten in den Wahlkampf einmischt. Trump hatte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat zu Ermittlungen gegen Joe und Hunter Biden ermuntert. Den Demokraten zufolge nutzte Trump zeitweise blockierte Militärhilfe für die Ukraine als Druckmittel. Sie haben daher Ermittlungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump angestoßen.

Der Präsident wiederum wirft Hunter Biden vor, sich durch Geschäfte in der Ukraine auf unlautere Weise bereichert zu haben. Joe Biden beschuldigt er, sein damaliges Amt als Vizepräsident genutzt zu haben, um seinen Sohn vor strafrechtlichen Ermittlungen in der Ukraine zu schützen. Biden hat das mehrfach zurückgewiesen.

Bericht: US-Sicherheitsvertreter schon vor Trump-Telefonat besorgt

US-Sicherheitsvertreter sollen sich indes schon vor dem Telefonat von Präsident Trump mit Selenskyj besorgt gezeigt haben. Laut der "Washington Post" waren mindestens vier Vertreter der Nationalen Sicherheit besorgt über den Druck des Weißen Hauses auf die Ukraine, um kompromittierendes Material über den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden zu erlangen. Erste Bedenken gab es demnach im Mai nach der Abberufung der US-Botschafterin in Kiew, Marie Yovanovitch.

Weitere alarmierende Signale - unter anderem Sitzungen im Weißen Haus - hätten die Sicherheitsvertreter dann dazu bewogen, sich an den Rechtsberater des Nationalen Sicherheitsrates, John Eisenberg, zu wenden. Das Telefonat zwischen Trump und Selenskyj am 25. Juli habe dann endgültig die "Alarmglocken" läuten lassen, zitiert die "Washington Post" informierte Kreise. Unter anderem sei der damalige Sicherheitsberater John Bolton informiert worden. Das Telefonat wurde erst Wochen später durch einen anonymen Hinweisgeber bekannt.

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