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Ex-Anwalt des Präsidenten - Trump bezichtigt Cohen der Falschaussage

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Donald Trump teilt gegen seinen ehemaligen Anwalt Michael Cohen aus: Der erfinde Geschichten, um einen besseren Deal mit der Staatsanwaltschaft zu bekommen.

Donald Trump am 21.08.2018 in Charleston (West Virginia)
Donald Trump wirft seinem ehemaligen Anwalt Cohen Falschaussage vor. Quelle: dpa

US-Präsident Donald Trump hat seinen früheren Anwalt Michael Cohen der Falschaussage vor Gericht bezichtigt. Cohen habe "Geschichten erfunden", um mit der Staatsanwaltschaft eine strafmindernde Vereinbarung in seinem Verfahren um Finanzbetrug auszuhandeln, schrieb Trump am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Cohen hatte den Präsidenten am Vortag vor einem Gericht in New York Gericht unter Eid schwer belastet.

Cohen ist zur Zusammenarbeit mit Sonderermittler Robert Mueller bereit. Sein Mandant habe Kenntnis über Themen, die Mueller interessieren sollten, sagte Cohens Anwalt Lanny Davis in einer Reihe von Interviews. Cohen wäre "überglücklich, dem Sonderermittler alles zu sagen, was er weiß". Mueller ermittelt, ob und wie Russland Einfluss auf die US-Wahlen von 2016 genommen hat.

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Trumps loyaler Ausputzer

Davis sagte, Cohen könne wissen, ob Trump vorab Kenntnis von Hackerangriffen auf E-Mail-Konten der US-Demokraten hatte. Auch wisse Cohen möglicherweise etwas über Kenntnisse von einer möglichen Verschwörung Russlands zum Schaden der amerikanischen Demokratie und dass dies nicht dem FBI gemeldet worden sei.

Cohen hatte sich am Dienstag unter anderem schuldig bekannt, gegen Regeln zur Wahlkampffinanzierung verstoßen zu haben. Cohen galt als Trumps loyaler Ausputzer und räumte ein, in Absprache mit dem heutigen Präsidenten die Zahlung sechsstelliger Summen Schweigegeld an Pornodarstellerin Stormy Daniels und Ex-Playmate Karen McDougal arrangiert zu haben, um die Präsidentenwahl 2016 zu beeinflussen. Daniels und McDougal hatten nach eigenen Angaben beide eine Affäre mit Trump.

Trump lobt verurteilten Manafort

Positiv äußerte sich Trump über seinen früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort, der am Vortag vor Gericht wegen Finanz- und Steuerbetrugs schuldig gesprochen worden war. "Solch ein Respekt für einen tapferen Mann", schrieb der Präsident über Manafort.

Trump stellte sich eindeutig an die Seite Manaforts: Dieser sei vor Gericht hart geblieben, obwohl die Justiz "enormen Druck" auf ihn ausgeübt habe. "Paul Manafort und seine wunderbare Familie tun mir sehr leid", schrieb Trump. Der Präsident erneuerte seinen Vorwurf, dass es sich bei der Angelegenheit um eine "Hexenjagd" handle.

Das Jury-Urteil gegen Manafort war der erste Schuldspruch im Zusammenhang mit den Untersuchungen von FBI-Sonderermittler Robert Mueller, die Trump immer wieder als politisch motivierte "Hexenjagd" zu diskreditieren versucht. Manafort muss mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen. In der Vergangenheit wollte Trump nicht ausschließen, dass er seinen früheren Wahlkampfmanager begnadigen könnte.

Zwei enge Vertraute von US-Präsident Donald Trump müssen wohl ins Gefängnis: Paul Manafort und Ex-Anwalt Michael Cohen stehen im juristischen Kreuzfeuer.

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