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Trump droht Ankara per Twitter - "Türkische Wirtschaft auslöschen"

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Der von Trump angekündigte Ruckzug seiner Truppen aus Nordsyrien ist auf massive Kritik gestoßen. Nun reagiert der US-Präsident mit scharfen Drohungen an die Türkei.

Der Rückzug der US-Truppen aus Nordsyrien wird massiv kritisiert. US-Präsident Trump droht der Türkei, ihre Wirtschaft auszulöschen, wenn sie etwas unternimmt, was er für tabu hält.

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Angesichts massiver Kritik an dem von ihm angekündigten Rückzug der US-Truppen aus Nordsyrien hat US-Präsident Donald Trump der Türkei gedroht. "Wenn die Türkei irgendetwas unternimmt, was ich in meiner großartigen und unvergleichlichen Weisheit für tabu halte, werde ich die türkische Wirtschaft vollständig zerstören und auslöschen", schrieb er am Montag auf Twitter.

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"Unsere Soldaten nach Hause zu bringen"

Trump machte nicht deutlich, was genau gegen seine "Weisheit" verstoßen würde. Ihm war zuvor auch von Vertrauten wie dem US-Senator Lindsey Graham vorgeworfen worden, die bisherigen kurdischen Verbündeten in Nordsyrien im Stich zu lassen.

Das Weiße Haus hatte am Sonntagabend (Ortszeit) angekündigt, sich einer türkischen Offensive in Nordsyrien nicht in den Weg zu stellen. Trump twitterte dann, es sei an der Zeit, aus diesen "endlosen lächerlichen Kriegen" herauszukommen und "unsere Soldaten nach Hause zu bringen". Nun warnte Trump die Türkei aber aufs Schärfste davor, bei der Operation zu weit zu gehen. Das Land solle sich vielmehr darauf konzetrieren, die gefangen genommenen Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und deren Angehörige zu bewachen.

Drohung drückt türkische Lira

Die jüngste Drohung von US-Präsident Donald Trump hat die türkische Lira auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Monat gedrückt. Die türkische Währung gab zwei Prozent nach, ein Dollar wurde mit 5,8061 Lira gehandelt.

Wiederholte Drohungen gegen die Türkei

Im Januar hatte Trump der Türkei mit wirtschaftlicher Vernichtung gedroht, sollten sie die Kurden in Syrien angreifen. Im August vergangenen Jahres hatte Trump mit Sanktionen die Türkische Lira auf Talfahrt geschickt. Dabei ging es allerdings um einen in der Türkei gefangen gehaltenen US-Pastor, nicht um die Kurden in Syrien.

Die Türkei will bisher mit den USA verbündete Kurdenmilizen aus der Grenzregion vertreiben und dort syrische Flüchtlinge ansiedeln. Die von Kurden dominierten Syrisch-Demokratischen Kräfte (SDF) bestätigten, dass der Abzug von US-Truppen aus der Grenzregion begonnen habe. Die SDF waren Verbündete der USA im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien.

In seinen Tweets am Montag forderte Trump die Türkei und die Europäer dazu auf, über die gefangen genommenen IS-Kämpfer und deren Familien zu wachen. "Die Vereinigten Staaten haben mehr gemacht, als jemals hätte erwartet werden können." Es sei jetzt an der Zeit für andere in der Region, ihr eigenes Territorium zu beschützen.

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