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US-Präsident kritisiert Johnsons Brexit-Deal

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Handelsabkommen fraglich - US-Präsident kritisiert Johnsons Brexit-Deal

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Erneut greift Donald Trump in den Brexit-Streit ein, diesmal aber droht er Boris Johnson wegen des ausgehandelten Deals. Zugleich mischt er sich in den britischen Wahlkampf ein.

Boris Johnson und Donald Trump im September 2019.
Boris Johnson und Donald Trump im September 2019.
Quelle: Reuters

Der US-Präsident Donald Trump hat das vom britischen Premierminister Boris Johnson ausgehandelte Brexit-Abkommen mit der EU kritisiert. Es mache den Abschluss eines Handelsabkommens mit den USA unmöglich. Das sagte Trump am Donnerstag in einem Telefongespräch, das er ausgerechnet mit dem Chef der EU-feindlichen Brexit-Partei, Nigel Farage, im Radiosender LBC führte.

"Dieser Deal - man kann es nicht machen, man kann keinen Handel treiben", sagte Trump in dem Interview, das der britische Rechtspopulist und Brexit-Hardliner Farage mit ihm führte. Farage moderiert in dem privaten Sender LBC eine eigene Talkshow. Die USA, drohte Trump am Telefon, könnten unter diesen Voraussetzungen "kein Handelsabkommen mit dem Vereinigten Königreich" abschließen.

Lob für Johnson und diffamiert britische Opposition

Trump forderte Johnson und seinen "Freund" Farage zudem zuer Zusammenarbeit bei den vorgezogenen Parlamentswahlen im Dezember auf. Die beiden sollten sich "zusammentun", weil sie zusammen ein gutes Ergebnis erzielen könnten, sagte der US-Präsident. Farages Brexit-Partei habe schon bei der vergangenen Wahl "fantastisch" abgeschnitten, und Johnson respektiere ihn sehr. Farage antwortete darauf, er könne Johnson nur unterstützen, wenn der Premierminister sein "fürchterliches" Brexit-Abkommen aufgebe.

Trump aber lobte trotz seiner Kritik am Brexit-Deal den britischen Regierungschef. "Er ist ein fantastischer Mann, und ich denke, er ist genau der richtige Typ für diese Zeit." Zugleich warnte der US-Präsident eindringlich Trump vor einem Wahlsieg von Oppositionsführer Jeremy Corbyn von der Labour-Partei. Corbyn wäre "sehr schlecht" für Großbritannien.

Der Labour-Chef reagierte prompt per Twitter und warf Trump Einmischung in den Wahlkampf vor:

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"Großartig" und "großartig"

Trump hat sich schon mehrfach in den Brexit-Streit in Großbritannien und mit der EU eingemischt, bislang aber hatte er sich stets hinter Johnson gestellt. Im September hatte Trump gesagt, die USA und Großbritannien arbeiteten an einem "großartigen Handelsabkommen" für die Zeit nach dem Brexit. Im August hatte er Johnson als "großartig" gelobt und ihn als "richtigen Mann" zur Umsetzung des Brexit bezeichnet.

Großbritannien hofft darauf, durch ein Freihandelsabkommen mit den USA den transatlantischen Warenaustausch zu erhöhen. Dies soll zum Teil den Wegfall europäischer Absatzmärkte durch den EU-Austritt kompensieren.

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