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UN-Vollversammlung - Trump droht Nordkorea mit "totaler Vernichtung"

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US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea vor der UN-Vollversammlung mit der totalen Vernichtung gedroht: Wenn die USA gezwungen seien, "sich selbst oder ihre Verbündeten zu verteidigen, dann haben wir keine Wahl, als Nordkorea total zu zerstören", sagte er.

US-Präsident Trump hat seine erste Rede vor den Vereinten Nationen gehalten. Bei der Generaldebatte drohte er unter anderem Nordkorea und attackierte Iran. ZDF-Reporter Johannes Hano ordnet die Rede ein.

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"Die Denuklearisierung ist der einzig gangbare Weg", sagte Trump und bezeichnete Nordkorea als ein Land, das die Welt mit Atomwaffen bedrohe. "Die USA sind ein Land von großer Stärke und Geduld", sagte Trump. Wenn die USA aber gezwungen würden, müssten sie Nordkorea zerstören. "Der Raketenmann ist auf einem selbstmörderischen Weg", sagte der US-Präsident am Dienstag bei der UN-Generaldebatte in New York in Bezug auf den nordkoreanischen Führer Kim Jong Un.

Iran "wirtschaftlich ausgelaugter Schurkenstaat"

Trump attackierte auch Iran: Das Land sei ein wirtschaftlich ausgelaugter Schurkenstaat und exportiere vor allem Gewalt, sagte er. Man könne dieses mörderische Regime nicht so weitermachen lassen. Iran müsse endlich die Rechte seiner Nachbarn akzeptieren und sich konsequent gegen jede Form von Terrorismus stellen. Es gebe in Iran viele Menschen guten Willens, die einen Wechsel wollten. Sie müssten endlich gehört werden.

Das internationale Atomabkommen mit Iran bezeichnete Trump erneut als einen der schlechtesten Verträge, die jemals abgeschlossen worden seien. Das Abkommen sei eine Erniedrigung für die USA.

"Wir wollen unsere Art zu leben nicht jedem überstülpen"

Trump wiederholte in seiner ersten Rede vor den Vereinten Nation seine Absicht, die Außenpolitik an amerikanischen Interessen ausrichten zu wollen. "Als Präsident der Vereinigten Staaten werde ich Amerika immer an die erste Stelle stellen", sagte Trump. Genauso sollten es auch andere Staats- und Regierungschefs tun, fügte er hinzu. "Alle verantwortlichen Staatenlenker stehen in der Pflicht, ihren eigenen Bürgern zu dienen."

Trump betonte in seiner Rede mehrmals das Prinzip der staatlichen Souveränität. Starke und unabhängige Nationalstaaten würden die 193 Länder zählende Weltorganisation zum Erfolg führen, sagte Trump. Das Erreichen der UN-Ziele hänge an Staaten, die ihre Souveränität und ihren Friedenswillen lebten. Zur Rolle der USA sagte Trump: "Wir wollen unsere Art zu leben nicht jedem überstülpen." Man wolle aber ein leuchtendes Beispiel für jedermann sein. Frieden, Sicherheit und Souveränität seien für die Staaten der Erde die wichtigsten Ziele.

Die Welt befindet sich nach Ansicht Trumps an einem Scheideweg. "Wir treffen uns hier in einer Zeit immenser Versprechungen, aber auch riesiger Gefahren." Trump nannte als Risiken den internationalen Terror, kriminelle Netzwerke und autoritäre Regime, die über Massenvernichtungswaffen verfügten. "Wir können die Welt zu neuen Höhen führen, oder sie in ein Tal fallen lassen, in dem sie nicht repariert werden kann."

UNO Ineffizienz vorgeworfen

Trump warf der UNO mangelnde Effizienz vor. "Zu oft war der Fokus nicht auf die Ergebnisse gerichtet, sondern auf den Prozess und auf die Bürokratie", sagte er. Er kritisierte, dass im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen Regierungen von Ländern vertreten seien, die selbst eine schlechte Menschenrechts-Reputation hätten.

Trump wies darauf hin, dass die USA 22 Prozent des UN-Etats der mehr als 190 Mitgliedsländer bestritten. "Wenn die UN alle Ziele erfüllen würden, besonders den internationalen Frieden, wäre es das leicht wert", sagte Trump. Er hoffe, die UN könnten eines Tages ein effektiverer und verlässlicher Anwalt für die Ziele von Wohlstand und Frieden sein.

Trump bedankte sich bei anderen Ländern für ihre Unterstützung nach den schweren Hurrikans. Die Hurrikans "Irma" und "Harvey" hatten in Teilen der Karibik und im Süden der USA schwere Verwüstungen angerichtet.

Nach Trump wurden am Dienstag unter anderem Reden von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und Israels Premier Benjamin Netanjahu erwartet.

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