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"Schwindel", "Schwachsinn" - Trump in der Ukraine-Affäre immer dünnhäutiger

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Unter dem Druck eines drohenden Amtsenthebungsverfahrens schlägt US-Präsident Donald Trump immer schärfere Töne an. Ziel seines Zorns: politische Gegner und fragende Journalisten.

Donald Trump
Donald Trump im Oval Office bei einem Treffen mit dem finnischen Präsidenten: Die Ukraine-Affäre erzürnt den US-Präsidenten zunehmend.
Quelle: ap

Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus reagierte er am Mittwoch ungehalten auf die Frage eines Journalisten zur Ukraine-Affäre. "Das ist ein einziger Schwindel", sagte Trump und erhob einmal mehr schwere Vorwürfe gegen die Presse. Es handele sich um eine einzige Falschmeldung, die die "Fake-News-Medien" der USA verbreiteten. Trump wurde laut, zeigte mit dem Finger auf den Reporter und ermahnte ihn nach dessen wiederholter Frage, nicht "unhöflich" zu sein. Eine Stellungnahme zu seinem Verhalten gegenüber der Regierung in Kiew blieb er zunächst schuldig. Dann deutete er an, in der Ukraine habe er gegen Korruption vorgehen wollen. Alle Vorwürfe in der Affäre hat er zurückgewiesen.

Auch die oppositionellen Demokraten ging er wegen des anvisierten Amtsenthebungsverfahrens mit drastischen Worten an. Diese sollten sich darauf konzentrieren, das "Land aufzubauen", und keine "Zeit und Energie mit Schwachsinn verschwenden", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter.

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Ukraine-Untersuchung sei ein "Jux"

Bei der Pressekonferenz, die anlässlich eines Treffens mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö im Weißen Haus stattfand, bezeichnete Trump die gegen ihn eingeleitete Kongressuntersuchung zur Ukraine-Affäre als "Jux". Dem Vorsitzenden des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, Adam Schiff, der die Untersuchung zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren leitet, warf der Präsident "Landesverrat" vor. Schiff solle deshalb festgenommen werden.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte Trump seine Attacken gegen die Opposition sukzessive verschärft. Dennoch kündigte er an, er werde mit der Opposition "zusammenarbeiten". "Wir werden sehen, was passiert", sagte er.

Telefonat mit ukrainischem Präsidenten

Im Zenturm der Ukraine-Affäre steht ein Telefonat Trumps mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, in dem Trump seinen Amtskollegen zu Ermittlungen gegen seinen innenpolitischen Rivalen Joe Biden ermutigte. Ein Whistleblower hatte auf das Gespräch des republikanischen Präsidenten aufmerksam gemacht, was die Demokraten zum Anlass für die Prüfung eines Amtsenthebungsverfahrens genommen haben.

Trump wirft Biden vor, Ermittlungen gegen ein ukrainisches Unternehmen mit Geschäftsverbindungen zu seinem Sohn Hunter behindert zu haben. Beweise blieb Trump schuldig. Joe Biden hat Umfragen zufolge die besten Chancen, bei den Demokraten für die Präsidentschaftswahl 2020 aufgestellt zu werden.

Biden wehrt sich

Auf die jüngste Verbalattacke Trumps, in der er Biden als "eiskalt betrügerisch" bezeichnete, reagierte Biden kämpferisch. "Lassen Sie mich Trump und seinen Männern fürs Grobe eines klarmachen", heißt es in einer Rede bei einem Auftritt im US-Bundesstaat Nevada. "Sie werden mich nicht zerstören, und Sie werden meine Familie nicht zerstören." Er werde nicht verschwinden, egal wie schmutzig die Angriffe würden und wie viel Geld die Lobby hinter Trump dafür ausgebe.

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