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Umbesetzung in der Regierung - Trump entlässt US-Außenminister Rex Tillerson

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Der derzeitige CIA-Direktor Mike Pompeo soll neuer Außenminister der USA werden und den bisherigen Amtsinhaber Rex Tillerson ablösen. Das kündigte Präsident Donald Trump an.

US-Außenminister  Rex Tillerson am 12.03.2018 in Abuja ( Migeria)
Der bisherige US-Außenminister Rex Tillerson Quelle: ap

Pompeo "wird einen fantastischen Job machen", twitterte Trump. Zugleich dankte er Tillerson für dessen Arbeit. Als Nachfolgerin von Pompeo ernannte Trump dessen Stellvertreterin Gina Haspel, die somit als erste Frau an der Spitze des US-Auslandsgeheimdienstes stehen wird. "Gratulation an alle!"

Als Grund für Tillsersons Entlassung nannte der Präsident unterschiedliche politische Ansichten. In der Vergangenheit war es wiederholt zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Trump und Tillerson gekommen. Immer wieder wurde über dessen Ablösung spekuliert. Der 65-jährige Tillerson dementierte dies aber stets.

Eben diese Meinungsverschiedenheiten waren es aber nun, die Trump bewogen haben, "seinen Außenminister rauszuschmeißen", so ZDF-Korrespondent Ulf Röller. Trump halte Tillerson für zu diplomatisch, besonders beim Thema Iran. "Tillerson ist weg, ein Verbündeter auch für die Europäer. Es wird schwieriger für die Europäer, Einfluss im Weißen Haus zu bekommen." Laut Röller habe Trump heute deutlich gemacht, dass er der Chef sei.

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Immer wieder andere Positionen als Trump

Tillerson hatte mehrfach Positionen vertreten, die sich von denen Trumps unterschieden, etwa was den Konflikt mit Nordkorea angeht. Am Montag schloss er sich der Schlussfolgerung der britischen Regierung an, wonach Russland für den Giftanschlag auf einen russischen Ex-Doppelagenten in England verantwortlich ist. Kurz zuvor hatte das Weiße Haus es noch abgelehnt, sich dieser Lesart anzuschließen.

Tillerson, der frühere Chef des Ölriesen Exxon Mobile, hatte der Regierung seit dem Amtsantritt von Trump Anfang 2017 als Außenminister gedient. Vor allem die Kontroverse um das Atomwaffen- und Raketenprogramm von Nordkorea hatte seine Amtszeit geprägt.

Bereits zahlreiche Personalwechsel

Tillerson hatte sich für mehr Diplomatie im Umgang mit Pjöngjang eingesetzt, war dafür aber öffentlich von Trump zurückgepfiffen worden. Über ein angespanntes Verhältnis zwischen den beiden hatte es praktisch während der gesamten Regierungszeit Spekulationen gegeben.

Die Entwicklung reiht sich ein in eine Vielzahl von Personalwechseln in den vergangenen Monaten. In der vergangenen Woche hatte Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn angekündigt, er werde das Weiße Haus verlassen.

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