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US-Präsident - Trump: Handelskriege "leicht zu gewinnen"

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Im Streit um angekündigte Strafzölle auf Stahl und Aluminium hat US-Präsident Donald Trump nachgelegt: Handelskriege seien "gut und leicht zu gewinnen", schrieb er bei Twitter.

Donald Trump am 01.03.2018 in Washington (USA)
Donald Trump spricht am 01.03.2018 in Washington mit Vertreter der Stahlindustrie Quelle: dpa

Er reagierte damit auf scharfe Kritik aus aller Welt an seiner Ankündigung, Importe von Stahl und Aluminium in die USA mit hohen Strafzöllen zu belegen.

Trump schrieb: "Wenn ein Land viele Milliarden Dollar im Handel mit quasi jedem Land verliert, mit dem es Geschäfte macht, sind Handelskriege gut, und leicht zu gewinnen. Wenn die USA zum Beispiel ein Handelsdefizit von 100 Milliarden Dollar mit einem anderen Land haben, und dieses unschuldig tut, dann höre auf mit dem Handel." Die USA würden in dem Fall "groß gewinnen. Es ist einfach!"

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Berlin: "Handelskrieg in niemandes Interesse"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisierte die angekündigten Strafzölle derweil. "Die Bundesregierung lehnt solche Zölle ab", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. "Diese Zölle würden die internationalen Handelsströme unserer Stahl- und Aluminiumindustrie empfindlich treffen." Das Problem der weltweiten Überkapazitäten in diesen Bereichen lasse sich mit solchen einseitigen Maßnahmen der USA nicht lösen. Man stehe an der Seite der für Handelspolitik zuständigen EU-Kommission, die bereits Vergeltungsmaßnahmen angekündigt hat.

Ein "Handelskrieg" könne "in überhaupt niemandes Interesse sein", betonte Seibert, auch nicht in dem der US-Wirtschaft: "Wir haben immer wieder betont, dass wir ein sehr großes Interesse haben, mit Amerika eine lebendige, eine faire, eine freie Wirtschaftspartnerschaft, Handelspartnerschaft zu haben." Die Frage, ob die Kanzlerin am Vorabend bei ihrem Telefonat mit Trump auch über die Strafzölle gesprochen habe, beantwortete Seibert nicht eindeutig. Der US-Regierung sei die deutsche Haltung zu Handelsfragen bekannt, Merkel habe darüber mit Trump mehrfach gesprochen.

Kritik aus der ganzen Welt

Trump hatte am Donnerstag Strafzölle auf den Import von Stahl und Aluminium in die USA angekündigt. Durch die Schutzzölle könnten US-Unternehmen deutlich wachsen und neue Jobs schaffen, begründete er den Schritt. Kritik daran kam aus der ganzen Welt, unter anderem von der EU und China.

US-Präsident Trump hat Strafzölle auf Stahl- und Aluminium-Importe angekündigt. Die EU werde sich entschieden zur Wehr setzen, kündigt Kommissionschef Juncker an.

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