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Brunson im Weißen Haus - Trump empfängt US-Pastor: "Haben hart verhandelt"

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US-Präsident Trump hat den freigelassenen Pastor Brunson im Weißen Haus empfangen. "Wir haben lange und hart verhandelt", so Trump. Einen Deal mit der Türkei habe es nicht gegeben.

Trump begrüßt freigelassenen US-Pastor Brunson im Weißen Haus.
Trump begrüßt freigelassenen US-Pastor Brunson im Weißen Haus. Quelle: reuters

US-Präsident Donald Trump hat den nach knapp zwei Jahren Gewahrsam in der Türkei freigelassenen US-Pastor Andrew Brunson im Weißen Haus getroffen. "Wir haben lange und hart verhandelt" für die Freilassung, sagte Trump am Samstag zu Brunson. "Wir zahlen kein Lösegeld in diesem Land." Stunden zuvor war Brunson zurück in die USA gekommen.

Pastor zu Trump: "Sie haben wirklich für uns gekämpft"

Ein türkisches Gericht hatte Brunson am Freitag wegen des Vorwurfs von Terrorverbindungen zu etwas mehr als drei Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht ließ den 50-Jährigen aber frei, weil er bereits knapp zwei Jahre festgehalten worden war. Stunden später wurde er aus der Türkei geflogen.

Bei einem Zwischenstopp auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz wurde er von US-Botschafter Richard Grenell begrüßt. Der Pastor bat Gott um "übernatürliche Weisheit" für Trump. Brunson sagte dem Präsidenten, "Sie haben wirklich für uns gekämpft". Brunson sagte, er wolle jetzt Zeit mit seinen Kindern verbringen und über die Zukunft beten.

Schwere Krise zwischen Washington und Ankara

Der Fall Brunson stand im Zentrum einer schweren Krise zwischen Washington und Ankara. Trump hatte im Zuge der Krise Sanktionen gegen zwei türkische Minister verhängt und Strafzölle gegen die Türkei erhöht. Der US-Präsident hatte damit die Talfahrt der Landeswährung Lira noch einmal beschleunigt.

Auch nach der Rückkehr Brunsons in die USA gibt es aber noch Streitpunkte zwischen Washington und Ankara: Der Nasa-Wissenschaftler Serkan Gölge - ein US-Staatsbürger - sowie einheimische Mitarbeiter von diplomatischen Vertretungen der USA sind weiterhin in der Türkei inhaftiert. Auf Kritik stößt außerdem, dass das Nato-Mitglied Türkei mit Russland den Kauf von S-400-Flugabwehrraketen vereinbart hat.

Trump: Kein Deal mit der Türkei

Nach der Freilassung des Pastors erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf Twitter, dass es sich um eine "unabhängige" Entscheidung der türkischen Justiz gehandelt habe. Zuvor hatte sich Trump bei Erdogan für Brunsons Ausreise bedankt.

US-Präsident Trump erklärte, es habe keine Gegenleistung für die Freilassung des US-Pastors Andrew Brunson in der Türkei gegeben. "Ich mache keine Deals für Geiseln", schrieb Trump am Samstag auf Twitter. "Es wurde kein Deal mit der Türkei für die Freilassung und Rückkehr von Pastor Andrew Brunson gemacht." Die USA wüssten den Schritt aber sehr zu schätzen. Die Freilassung werde "zu guten, vielleicht großartigen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Türkei" führen.

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