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Nordkorea-Konflikt - Trump: Sehr enttäuscht von China

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Warnungen, Appelle, Manöver - mehr können die USA offenbar nicht ausrichten gegen die andauernden Provokationen aus Nordkorea. US-Präsident Trump wirkt frustriert und wütend. Vor allem China macht er schwere Vorwürfe.

Thae Yong-ho war Vizebotschafter Nordkoreas in London. 2016 flüchtete er mit seiner Familie nach Südkorea. Seitdem berichtet er über die Zustände im Land und die Motive hinter Kim Jong Uns Handeln.

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Nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest hat US-Präsident Donald Trump China vorgeworfen, nichts gegen Pjöngjangs Provokationen zu unternehmen. "Ich bin sehr enttäuscht von China", schrieb Trump auf Twitter. Seine Vorgänger hätten zugesehen, wie Peking "Hunderte Milliarden Dollar jährlich durch Handel" mit Nordkorea erwirtschafteten - "bisher tun sie nichts für uns mit Nordkorea, lediglich reden", twitterte Trump. "Wir werden das nicht länger zulassen. China könnte dieses Problem leicht lösen."

Nordkorea hatte am Freitag zum zweiten Mal binnen eines Monats eine Interkontinentalrakete abgefeuert. Machthaber Kim Yong Un sagte, dass der Test zeige, dass Nordkorea "jederzeit" das gesamte Festland der USA erreichen könne. Bei dem Test am Freitag sei eine verbesserte Version einer Rakete des Typs Hwasong-14 abgefeuert worden, berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Die Rakete habe während ihrer 47-minütigen Flugzeit eine maximale Höhe von 3.724,9 Kilometer erreicht und sei 998 Kilometer weit geflogen.

"Geschenk" für die USA

Zudem habe der Test unter Beweis gestellt, dass die Rakete trotz der hohen Temperaturen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre mit einem Atomsprengkopf bestückt werden könne. Der erneute Raketentest war bereits der zweite innerhalb eines Monats und erfolgte nur wenige Stunden nach einem Sanktionsbeschluss des US-Senats gegen die Führung in Pjöngjang. Bereits am 4. Juli hatte Nordkorea verkündet, es habe in einem "historischen Durchbruch" als "Geschenk" an die USA erstmals erfolgreich eine Interkontinentalrakete getestet.

Als Warnung an Nordkorea hielten die USA und Südkorea ein gemeinsames Militärmanöver ab. Nach Angaben der US-Armee feuerten die Streitkräfte am Samstagmorgen Kurzstreckenraketen vor der Ostküste Südkoreas ins Meer. Zuvor hatten die USA und Südkorea angekündigt, über eine mögliche "militärische Antwort" zu beraten.

Vor Trump hatte bereits US-Außenminister Rex Tillerson Vorwürfe gegen China und Russland erhoben. Peking und Moskau trügen eine "eindeutige und besondere Verantwortung für die wachsende Bedrohung der regionalen und globalen Stabilität", indem sie Nordkoreas Raketenprogramm wirtschaftlich ermöglichten, erklärte Tillerson.

China wichtigster Verbündeter Nordkoreas

China gilt als wichtigster Verbündeter der international weitgehend isolierten Führung in Pjöngjang. Peking verurteilte den erneuten Raketentest als Verstoß gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates. Zugleich rief das chinesische Außenministerium alle Parteien zur Zurückhaltung auf, um eine weitere Zuspitzung des Konflikts zu vermeiden.

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