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"Er stirbt sowieso" - Trump-Mitarbeiterin verspottet McCain

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Eine Mitarbeiterin des Weißen Hauses hat sich abfällig über den krebskranken Senator John McCain geäußert. Der hatte Gina Haspel als Kandidatin für die CIA-Spitze kritisiert.

US-Senator John McCain ist an Krebs erkrankt. Archivbild
US-Senator John McCain ist an Krebs erkrankt. Archivbild
Quelle: Michael Reynolds/EPA/dpa

Eine abfällige Bemerkung einer Mitarbeiterin des Weißen Hauses über den krebskranken Senator John McCain hat in Washington für Wirbel gesorgt. Laut US-Medienberichten hatte die zum Kommunikationsstab gehörende Mitarbeiterin Kelly Sadler am Donnerstag in einer internen Sitzung zum Widerstand des Senators gegen die designierte CIA-Chefin Gina Haspel gesagt: "Es macht nichts, er stirbt sowieso."

Keine offizielle Entschuldigung des Weißen Hauses

Kelly Sadler
Kelly Sadler
Quelle: imago/ZUMA Press

Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses sagte dazu dem Sender CNN, Sadler habe einen Witz machen wollen, der missraten sei. Eine offizielle Entschuldigung des Weißen Hauses für die Bemerkung gab es aber nicht. Die Regierungszentrale veröffentlichte eine knappe Erklärung, in der es lediglich hieß: "Wir respektieren Senator McCains Dienst an unserer Nation, und er und seine Familie sind in dieser schwierigen Zeit in unseren Gebeten". Sadler selbst rief laut Medienberichten McCains Tochter Meghan an, um sich zu entschuldigen.

Cindy McCain hatte öffentlich auf die respektlose Bemerkung reagiert. In einer Botschaft auf Twitter wandte sie sich direkt an Sadler mit den Worten: "Darf ich Sie daran erinnern, dass mein Ehemann eine Familie hat, sieben Kinder und fünf Enkel."

Zuspruch für McCain von Biden und Haspel

Der ehemalige Vize-Präsident Joe Biden sagte laut Berichten am Freitag in einer Mitteilung: "Die Leute haben sich gefragt, wann der Anstand bei dieser Regierung den Tiefpunkt erreichen würde. Gestern ist es passiert." Gina Haspel selbst äußerte sich laut Berichten ebenfalls in einer Mitteilung. Sie habe höchsten Respekt für McCain und schätze "die Bedachtsamkeit, mit der er diesen Nominierungsprozess angegangen ist."

Der 81-jährige McCain leidet an einem Hirntumor. Ärzte hatten das Geschwulst im vergangenen Juli entdeckt, als sich der Ex-Präsidentschaftskandidat der Republikaner wegen eines Blutgerinnsels über dem Auge einer Operation unterziehen musste. Der ehemalige Vietnam-Kriegsgefangene steht der nominierten CIA-Chefin kritisch gegenüber, weil sie an der Folter von Gefangenen durch den Auslandsgeheimdienst nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 beteiligt gewesen sein soll. In der kommenden Woche soll im Senat über Haspels Nominierung abgestimmt werden.

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