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Staatsmännischer Auftritt - "Trump muss seine Wählerbasis verbreitern"

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Donald Trump hat sich bei der Rede zur Lage der Nation als Staatsmann gezeigt. ZDF-Korrespondent Ulf Röller erklärt, warum - und was die nächsten Wahlen damit zu tun haben.

Donald Trump hat "versucht, eine staatsmännische Rede zu halten und an die Nation zu appellieren", sagt ZDF-Korrespondent Ulf Röller über die Rede des US-Präsidenten zur Lage der Nation.

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Seine Berater hätten sich schon des Öfteren gewünscht, dass US-Präsident Trump staatsmännisch auftritt. "Und dann wacht man morgens auf, und dann ist da der nächste Tweet, und man reibt sich die Augen", sagt ZDF-Korrespondent Ulf Röller im ZDF morgenmagazin. Dennoch habe Trump die Rede zur Lage der Nation nun genutzt, um als kontrollierter Staatsmann aufzutreten. Aus einem Grund, sagt Röller: "Seine Umfragewerte sind historisch schlecht."

"Wenn er Wahlen gewinnen will", analysiert Röller, "die wichtigen Parlamentswahlen im November, dann muss er seine Wählerbasis verbreitern." Doch das werde Trump nicht mit Wut und Aggression gelingen. Er müsse Gesetze durchbringen, die auch bei den Demokraten populär seien, etwa das Einwanderungsgesetz. "Hier braucht er Kompromisse", sagt Röller, "und deswegen hat er heute versucht, eine staatsmännische Rede zu halten und an die Nation zu appellieren."

Einwanderungsreform das entscheidende Projekt

Entscheidend für Trump sei dabei in den nächsten Monaten die Einwanderungsreform. "Es gibt elf Millionen Illegale in den Vereinigten Staaten", so Röller. "Manche leben hier schon viele, viele Jahre, sind völlig integriert, haben Berufe." Es gehe darum, diesen Illegalen ein Bleiberecht zu geben.

Trump sei dazu bereit, auch wenn er im Wahlkampf stark gegen Einwanderer polemisiert habe, so Trump. "Er ist bereit, das Bleiberecht dauerhaft zu machen von diesen Leuten. Allerdings nur, wenn er dafür seine Mauer finanziert bekommt, die viele, viele Milliarden kosten wird", sagt Röller. Damit hätten die Demokraten allerdings noch Schwierigkeiten.

"Man wird sehen, ob sich beide Seiten, Demokraten wie Republikaner, bewegen", sagt Röller. Wenn Trump das gelinge, wäre das ein großer Erfolg. "Es wäre auch seit langem etwas, wo das Land wieder vereinigt wäre, wo beide Seiten zusammenarbeiten würden."

Mit viel Pathos richtet sich Donald Trump an seine Landsleute: "Die Lage der Nation ist stark, weil das Volk stark ist." Sehen Sie die ganze Rede hier im Originalton.

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