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Trump-Putin-Gipfel in Helsinki - Trump: "Ein sehr guter Anfang für alle"

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Mehr als zwei Stunden sprechen Trump und Putin bei ihrem Gipfel miteinander - länger als geplant. Anschließend demonstriert der US-Präsident Zuversicht: "Ein sehr guter Anfang."

Gipfel in Helsinki: Donald Trump und Wladimir Putin
Gipfel in Helsinki: Donald Trump und Wladimir Putin
Quelle: ap

Die wohl mächtigsten Politiker der Welt, US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin, sind zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammengekommen. Sie begrüßten sich am Montag in Helsinki nach ersten Statements mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. "Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele", sagte Putin. Trump betonte: "Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen."

Nach diesen Worten verschwanden beide für zwei Stunden und zehn Minuten hinter verschlossenen Türen zu ihrem Gespräch. "Ein sehr guter Anfang", rief Trump anschließend Journalisten zu, bevor ein Arbeitsessen der Präsidenten mit ihren Delegationen begann.

Vor dem Gespräch war der russische Präsident Wladimir Putin verspätet in Helsinki eingetroffen. Ein Flugzeug mit Putin an Bord landete 30 Minuten später in Helsinki als geplant. Damit verschob sich der Beginn seines Einzelgesprächs mit Trump.

In der Vergangenheit war Putin für Treffen mit der britischen Königin Elizabeth II., Papst Franziskus und vielen anderen spät dran. 2014 kam er Stunden zu spät für ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, nachdem sein vorheriger Stopp in Serbien länger als üblich gedauert hatte. Putins Verspätung wird häufig als Trick betrachtet, um seine Gesprächspartner zu verunsichern. Seine verspätete Art scheint aber mehr ein persönliches Markenzeichen als eine genau geplante Strategie zu sein.

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Trump: Russland-Beziehungen schlechter denn je

Stunden vor seinem Gipfel mit Putin hat US-Präsident Donald Trump das Verhältnis der beiden Länder als historisch schlecht bezeichnet. Das liege an der vorherigen amerikanischen Regierung und den Ermittlungen in der Russland-Affäre. "Unsere Beziehung zu Russland war NIEMALS schlechter, dank vieler Jahre amerikanischer Torheit und Dummheit und nun wegen der manipulierten Hexenjagd!", schrieb Trump am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter.

Die Präsidenten selbst haben nach Angaben des Kremls dagegen ein gutes Verhältnis. "Sie achten einander. Und sie können ziemlich gut miteinander reden", sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow dem Staatssender RT. Deshalb sei am Montag auf ein "vollwertiges Gespräch" zu hoffen, das "wenigstens ein kleines Schrittchen" von den derzeit schlechten Beziehungen fortführe. Trump steht bei dem ersten groß orchestrierten Gipfel mit Putin unter Druck. Am Freitag beschuldigte das US-Justizministerium zwölf Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Computer der US-Demokraten und von Clintons Wahlkampflager angegriffen zu haben. Zum ersten Mal machte das Ministerium den Geheimdienst und damit Putins Regierung direkt für die Hackerattacken verantwortlich.

Bundesregierung begrüßt Trump-Putin-Treffen

Die deutsche Bundesregierung begrüßt das Treffen von Trump und Putin. Es sei wichtig, dass beide miteinander redeten, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert und verweist auf die Krisenherde von der Ukraine bis Syrien. Zu den Differenzen mit Trump sagt er, Kanzlerin Angela Merkel sei auch heute noch eine überzeugte Transatlantikerin. "Daran hat sich nichts geändert, auch wenn wir starke Meinungsverschiedenheiten haben."

Auch nach Einschätzung des Russlandsbeauftragten der Bundesregierung, Dirk Wiese, ist das Treffen auch in deutschem Interesse. "Von daher ist es erst einmal gut, dass das Treffen stattfindet", sagt Wiese dem Deutschlandfunk. Er beklagt eine "gewisse Unberechenbarkeit" aufseiten Trumps mit Blick auf Deutschland und die europäischen Bündnispartner der USA, mit der Trump auch Vertrauen verspiele.

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