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Nordkorea-Konflikt - Trump sieht "Fortschritt", bleibt aber skeptisch

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Nord- und Südkorea verabreden einen historischen Gipfel, Pjöngjang geht im Atomstreit auf die USA zu: US-Präsident Trump reagiert positiv, warnt aber vor falschen Hoffnungen.

Nord- und Südkorea haben sich auf ein baldiges Gipfeltreffen geeinigt. ZDF-Korrespondent Thomas Reichart mit einer Einschätzung dieser möglichen Annäherung.

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Nach der Vereinbarung zwischen Süd- und Nordkorea zu einem historischen Gipfeltreffen sieht US-Präsident Donald Trump einen "möglichen Fortschritt" im Ringen um das nordkoreanische Atomprogramm. "Zum ersten Mal in vielen Jahren wird eine ernsthafte Anstrengung von allen betroffenen Seiten unternommen", schrieb Trump auf Twitter. Er warnte allerdings auch vor zu hohen Erwartungen.

Trump warnt vor "falschen Hoffnungen"

"Die Welt schaut zu und wartet!", kommentierte der US-Präsident die diplomatische Annäherung zwischen den koreanischen Staaten. Es könne sich aber auch um eine "falsche Hoffnung handeln". Die USA seien bereit, "hart in beide Richtungen" vorzugehen. Damit meinte Trump offenbar die Alternative zwischen diplomatischen und militärischen Mitteln.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach südkoreanischen Angaben im Gegenzug für Sicherheitsgarantien Gespräche mit den USA über das Atomprogramm seines Landes und ein Waffentest-Moratorium in Aussicht gestellt. Die nordkoreanische Seite habe beteuert, Pjöngjang habe keinen Grund, Atomwaffen zu besitzen, sollten "die Sicherheit des Systems garantiert und militärische Bedrohungen Nordkoreas" beseitigt sein. Das sagte Südkoreas nationaler Sicherheitsberater Chung Eui Yong nach der Rückkehr von einem zweitägigen Besuch in Pjöngjang. Beide Koreas hätten sich auf ein baldiges Gipfeltreffen zwischen Kim und Präsident Moon Jae In geeinigt.

Bewegung auch im Atomstreit mit USA?

Mit der Einigung auf ein Gipfeltreffen demonstrieren beide Staaten, dass sie ihre seit Anfang des Jahres verfolgte Annäherung vorantreiben wollen. "Die nordkoreanische Seite betonte ihre Entschlossenheit, die koreanische Halbinsel atomwaffenfrei zu machen", sagte Sicherheitsberater Chung. Kim habe zudem beteuert, Wege zur Denuklearisierung könnten bei einem Dialog mit den USA thematisiert werden. Während der Dialogphase wolle Nordkorea auf weitere Atomwaffen- und Raketentests verzichten. Die Angaben wurden zunächst nicht von der kommunistischen Führung Nordkoreas bestätigt. Pjöngjang wirft Washington eine feindselige Politik vor.     

Kims vorsichtig formulierter Vorstoß, sollte er bestätigt werden, wäre ein Fortschritt im gefährlichen Koreakonflikt. Nach der Zuspitzung im Atomstreit im vergangenen Jahr und gegenseitigen Drohungen zwischen Pjöngjang und Washington hatten Beobachter nicht unbedingt damit gerechnet. Allerdings hat Nordkorea schon früher ähnliche Angebote gemacht, wonach es im Gegenzug für Sicherheitsgarantien auch zur atomaren Abrüstung bereit sei.

Bisher sind alle Ansätze zur Lösung des Atomkonflikts mit Nordkorea gescheitert. Die USA fordern den kompletten, unumkehrbaren und überprüfbaren Abbau des Atomprogramms und bestanden bislang gegenüber Pjöngjang auf sichtbaren Schritten zur Abrüstung, wenn es zu einem Dialog kommen sollte. 

Hotline zwischen Koreas geplant

Karte von Nord-und Südkorea
Quelle: ZDF

Der dritte gesamtkoreanische Gipfel seit dem Jahr 2000 soll laut Sicherheitsberater Chung Ende April im geteilten Grenzort Panmunjom auf südkoreanischer Seite stattfinden. Die ersten beiden Spitzentreffen zwischen Kims Ende 2011 gestorbenen Vater Kim Jong Il und den südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung und Roh Moo Hyn fanden 2000 beziehungsweise 2007 jeweils in Pjöngjang statt. 

Wie der südkoreanische Sicherheitsberater Chung weiter mittteilte, wollen beide Seiten eine Hotline einrichten, um die militärischen Spannungen zwischen beiden Staatschefs abzubauen. Das erste Gespräch über das Telefon soll demanch vor dem Geipfeltreffen erfolgen. Außerdem habe Nordkorea versprochen, keine atomaren und konventionellen Waffen gegen Südkorea zu richten.   

Südkoreas Staatschef Moon hatte eine fünfköpfige Delegation unter Leitung Chungs auch mit der Absicht nach Nordkorea geschickt, um die Führung in Pjöngjang und Washington an einen Tisch zu bringen. Die Spannungen in der Region hatten sich 2017 deutlich verschärft, nachdem Nordkorea mehrfach Raketen sowie Anfang September eine weitere Atombombe getestet und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen hatte. Nordkorea kann nach eigenen Angaben jetzt das gesamte US-Festland mit Atomsprengköpfen angreifen. 

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