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UN-Generaldebatte - Trump nennt den Iran "korrupte Diktatur"

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US-Präsident Trump hat den Iran als "korrupte Diktatur" angeprangert. In seiner Rede bei der UN-Generaldebatte warf er Teheran vor, "Chaos, Tod und Zerstörung" zu verbreiten.

In einer Rede vor den Vereinten Nationen hat US-Präsident Donald Trump die Erfolge seiner Regierung herausgestellt und damit Gelächter unter den Delegierten im Saal ausgelöst. Er forderte erneut eine weltweite Isolation der iranischen Regierung.

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"Wir rufen alle Nationen dazu auf, das iranische Regime zu isolieren, solange seine Aggressionen andauern", sagte Trump bei seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York. Der US-Präsident verteidigte den einseitigen Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran, an dem die EU festhält.

Trump: Der Iran hat "blutige Absichten"

Durch den wirtschaftlichen Druck solle der Regierung in Teheran die Gelder dafür verwehrt werden, "seine blutigen Absichten zu verfolgen", sagte Trump. Er betonte, am 5. November werde eine zweite Runde an Sanktionen wieder in Kraft treten. Die USA arbeiteten darauf hin, dass Länder, die Öl aus dem Iran importierten, diese Einfuhren "bedeutend" zurückfahren. Trump nannte die iranische Führung eine "korrupte Diktatur". Sie respektiere weder Grenzen noch ihre Nachbarn. Die Führung in Teheran habe sich auch dank des Atomabkommens selber bereichert und "Chaos im Mittleren Osten und darüber hinaus" verbreitet.

"Die Nachbarn des Iran haben einen hohen Preis bezahlt." Trump betonte, deshalb hätten so viele Länder im Mittleren Osten den Rückzug der USA aus dem Atomabkommen unterstützt. Die Vereinbarung habe der Führung in Teheran einen "Geldregen" beschert. Die Regierung habe die Mittel unter anderem dafür genutzt, atomwaffenfähige Raketen zu bauen und in Syrien und im Jemen ein "Gemetzel" anzurichten.

Trump: Fortschritte bei Nordkorea

Beim Thema Nordkorea sieht Trump große Fortschritte in den Verhandlungen. Seit seinem Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im Juni habe sich viel bewegt, sagte Trump. Es seien Fortschritte erreicht, die viele nicht für möglich gehalten hätten. Es flögen nicht mehr Raketen in alle Richtungen, Atomanlagen würden zum Teil bereits abgebaut. Trump dankte Kim für diese Schritte und für dessen "Mut". Er betonte zugleich, es gebe noch sehr viel zu tun.

Trump und Kim hatten sich am 12. Juni zu einem Gipfeltreffen in Singapur getroffen. Danach gerieten die Verhandlungen zwischen Washington und Pjöngjang ins Stocken, da Kim bisher keine konkreten Zusagen gemacht hatte, bis wann er die Atomwaffen und Langstreckenraketen des Landes abschaffen wolle. Bewegung brachte zuletzt ein Gipfeltreffen von Kim mit Südkoreas Präsidenten Moon Jae In.

Der US-Präsident hatte zuvor gesagt, er erwarte "ziemlich bald" ein zweites Treffen mit Kim. Dieser habe ihn in einem "schönen Brief" um ein zweites Treffen gebeten, "und wir werden das machen". US-Außenminister Mike Pompeo hatte am Montag gesagt, dazu könne es möglicherweise noch in diesem Jahr kommen.

Trump lobt sich selbst

Trump sprach zum zweiten Mal bei der UN-Vollversammlung. Bei seiner Premiere im vergangenen Jahr hatte er Nordkorea mit Vernichtung gedroht und damit weltweit Kriegsängste geschürt. Kim bezeichnete er damals noch als "Raketenmann" ("rocket man"), der auf einer Selbstmordmission für sich und sein Regime sei.

Am Anfang seiner Rede stellte Trump die bisherigen Erfolge seiner Regierung in den Vordergrund - und erntete damit höhnisches Gelächter des Publikums. "In weniger als zwei Jahren hat meine Regierung mehr erreicht, als fast jede andere in der Geschichte der USA", sagte Trump am Dienstag in New York. Aus dem Publikum ertönte daraufhin kurz höhnisches Gelächter, was Trump aus dem Konzept brachte. "So wahr", verteidigte er sich noch, bevor er zugeben musste: "Diese Reaktion hatte ich nicht erwartet, aber OK."

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