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US-Präsident in Großbritannien - Trump verspricht umfassenden Handelsvertrag

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Donald Trump hat den Briten ein umfangreiches bilaterales Handelsabkommen in Aussicht gestellt. "Wir werden das hinkriegen", versicherte der US-Präsident in London.

Donald Trump und Theresa May am 04.06.2019 in London
Donald Trump und Theresa May mit Wirtschaftsvertretern
Quelle: Reuters

Bei einem Treffen mit der britischen Premierministerin Theresa May und Wirtschaftsvertretern aus beiden Ländern sagte US-Präsident Donald Trump, er hoffe auf ein "sehr, sehr umfangreiches Handelsabkommen" nach dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens. "Wir werden es hinkriegen", fügte der US-Präsident hinzu. Auch May warb dafür, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern weiter auszubauen.

May hat allerdings nicht mehr viel Zeit dafür. Da sie im Parlament keine Mehrheit für ihren mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrag bekommen hat, tritt sie am Freitag als Vorsitzende der Konservativen Partei zurück. Als Premierministerin bleibt sie noch so lange im Amt, bis die Partei ihre Nachfolge geregelt hat.

Der US-Präsident hatte seinen dreitägigen Staatsbesuch in Großbritannien am Montag begonnen. Am Abend wurde er von Queen Elizabeth II. zu einem Staatsbankett im Buckingham-Palast empfangen.

Wirtschaft im Fokus der Gespräche mit May

Bei den politischen Gesprächen mit May soll es heute vor allem um Wirtschaftsfragen gehen. Nach dem Arbeitsfrühstück, an dem auch zehn Konzernchefs aus den USA und Großbritannien teilnahmen, sind Gespräche im Amtssitz der Premierministerin in der Downing Street geplant. Trump hatte den Briten schon am Montag im Onlinedienst Twitter versichert, ein "großes Handelsabkommen" mit den USA sei möglich, wenn sie sich erst einmal von den "Fesseln" der EU befreit hätten.

Der Besuch des US-Präsidenten ist in Großbritannien umstritten. Oppositionsführer Jeremy Corbyn, Parlamentspräsident John Bercow und Londons Bürgermeister Sadiq Khan, mit dem Trump sich kurz vor seinem Besuch noch im Onlindienst Twitter anlegte hatte, hatten das Staatsbankett boykottiert.

Proteste gegen Trump

Während der Gespräche zwischen May und Trump versammelten sich Demonstranten zum Protest gegen den Staatsgast aus den USA. Sie ließen wie schon bei Trumps Arbeitsbesuch im vergangenen Jahr einen Riesenballon steigen, der den Präsidenten als beleidigtes Baby in Windeln zeigt. Die Organisatoren erwarteten Tausende Teilnehmer.


Oppositionsführer Jeremy Corbyn und führende Vertreter seiner Labour-Partei wollten sich dem Protest auf dem Trafalgar Square anschließen. Die außenpolitische Sprecherin von Labour, Emily Thornberry, nannte Trump einen "Sexualstraftäter" und Rassisten, der die Ehre eines Staatsbesuchs gar nicht verdiene.

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