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Trump und Kim - "Wir wollen den richtigen Deal"

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Das Treffen von Trump und Kim ist in der entscheidenden Phase: Der US-Präsident zeigt sich gelassen. Nordkoreas Machthaber bekräftigt die Bereitschaft, abzurüsten.

US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un haben bei ihrem Treffen im vietnamesischen Hanoi Freundschaft demonstriert. Nun hat die nordkoreanische Atomabrüstung "keine Eile".

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Das zweite Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist in die heiße Phase gegangen. Trump und Kim setzten am Donnerstag in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi ihre am Vortag begonnenen Gespräche fort. Im Zentrum der Gespräche steht die Frage, ob und welche Zugeständnisse Kim bei seinem Nuklearprogramm machen könnte.

Unklar ist auch, was der innenpolitisch unter starkem Druck stehende Trump im Gegenzug vom nordkoreanischen Machthaber verlangen würde. Zum Auftakt dämpfte der US-Präsident vor Reportern aber die Erwartungen: "Es gibt keine Eile. Wir wollen einfach nur den richtigen Deal machen."

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un bekräftigte die grundsätzliche Bereitschaft zur atomaren Abrüstung. Auf die Frage eines Reporters, ob er dazu bereit sei, sagte Kim am Donnerstag: "Wenn ich es nicht wäre, wäre ich nicht hier." Kim wurde auch gefragt, ob er willens sei, konkrete Schritte dafür zu unternehmen. Darauf antwortete er: "Das besprechen wir gerade."

Auch die Möglichkeit eines US-Verbindungsbüros war Thema. Auf eine entsprechende Frage von Journalisten sagte Kim, er würde die Eröffnung eines US-Verbindungsbüros in seinem Land begrüßen. Trump sagte, die Idee sei eine "großartige Sache". Ein Verbindungsbüro hat nicht den Rang einer Botschaft, würde aber einen Schritt hin zu einer Normalisierung der Beziehungen zwischen Washington und Pjöngjang bedeuten.

Gemeinsame Erklärung erwartet

Am zweiten Tag des Gipfels soll eine gemeinsame Erklärung verabschiedet werden. Spekuliert wird, dass damit der Korea-Krieg offiziell für beendet erklärt werden könnte. Trotz des Waffenstillstands von 1953 gilt aus völkerrechtlicher Sicht immer noch Kriegszustand. Eine Friedenserklärung der USA und Nordkoreas wäre eine wichtige vertrauensbildende Maßnahme. Experten sehen darin allerdings nur einen ersten, symbolischen Schritt für einen Friedensvertrag. Daran müssten eigentlich auch Südkorea und China beteiligt werden.

Auch über eine Schließung des nordkoreanischen Atomkomplexes Yongbyon und die Zulassung von Atom-Inspekteuren wird gemutmaßt. Dafür verlangt Kim aber "korrespondierende" Gegenleistungen der USA, vermutlich eine Lockerung der strengen Sanktionen, unter denen das verarmte Nordkorea leidet.

Demonstrative Nähe

Bei ihrem ersten Gipfeltreffen im Juni vergangenen Jahres in Singapur hatten sich Trump und Kim auf eine "Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel" verständigt. Konkrete Schritte wurden jedoch nicht vereinbart. Auch ein Zeitrahmen blieb offen. Die USA haben wiederholt gefordert, dass Nordkorea sein Atomwaffenarsenal vollständig, unumkehrbar und nachprüfbar aufgibt. Die Führung in Pjöngjang fordert eine Aufhebung der wegen des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramms verhängten Sanktionen und einen Abzug der US-Truppen aus Südkorea. Wie bereits bei ihrem Gipfeltreffen in Singapur zeigten Trump und Kim auch in Hanoi demonstrativ Nähe. So spazierten sie im Garten des Metropole-Hotels um einen Swimmingpool.

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